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Dagmar Woodward: „Hauptsächlich Geschäftsreisende bedienen“ Foto: Hotel

Interview: Dagmar Woodward, General Manager im Jumeirah Frankfurt

„Als neue Marke überzeugen“

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/32 vom 6. August 2011
von  

Zur Fotostrecke: Jumeirah Frankfurt Hotel

Der Standort gilt als einer der engsten Hotelmärkte Deutschlands – warum eröffnet die Group gerade hier ihr erstes deutsches Haus?
 
Woodward: Frankfurt ist Deutschlands Finanzmetropole und Transporthauptstadt und gehört außerdem zu Europas wichtigsten Geschäftszentren.
  Wen betrachten Sie als Ihre stärksten Konkurrenten?
 
Woodward: Frankfurt verfügt bereits über sehr gute Häuser. Dabei sind diese so unterschiedlich, dass ein Vergleich schwer möglich ist.
  Was hat Ihr Haus, was andere Frankfurter Hotels nicht haben?
 
Woodward: Was das Hotel außergewöhnlich macht, sind vor allem Standort, Mitarbeiter und besonders hohe Qualitätsstandards. Das Jumeirah Frankfurt hat den höchsten Suitenanteil und die durchschnittlich größten Zimmer der Stadt, Originalkunstwerke von Hartwig Ebersbach in allen Räumen sowie eine ausgeklügelte Technik.
  Welche Zielgruppen haben Sie?
 
Woodward: Das Hotel wird, wie die meisten anderen Frankfurter Häuser, hauptsächlich Geschäftsreisende bedienen. Durch eine eigene EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
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-EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
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und persönliche Veranstaltungsplaner wird auch der MeetingMitarbeitern und Kunden eines Unternehmens zu Zwecken des Informationsaustausches.
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- und Veranstaltungsbereich eine wichtige Rolle spielen. Außerdem legen wir Wert darauf, Frankfurt als Freizeitdestination vorzustellen, um auch Gäste anzusprechen, die die Stadt privat besuchen möchten.
  Bringen Sie Gäste aus den Jumeirah-Stammregionen mit nach Frankfurt?
 
Woodward: Das Hotel wird natürlich auch die traditionellen Märkte, die nach Frankfurt kommen, bedienen. Unsere Gäste kommen unter anderem aus Deutschland, England und den USA. Allerdings erwarten wir, dass durch Jumeirahs sehr gute Reputation im Nahen Osten und Asien, auch viele Gäste aus den arabischen Ländern Frankfurt und Deutschland als Reisedestination für sich entdecken und dadurch auch neue Märkte erschlossen werden.
  Das Hotel ist ja Teil eines Großprojekts …
 
Woodward: Ja, das Hotel ist Teil des Palaisquartier-Komplexes, eines der derzeit bedeutendsten Innenstadtprojekte Europas und ein Projekt von MAB Development und Meyer Bergmann. Jumeirah zeichnet für das Management der Hotelturms verantwortlich.
  Welche Auslastung und welchen RevPar streben Sie im ersten Jahr an?
 
Woodward: Wie bei unseren anderen Hotels in Dubai, London, New York und Shanghai erwarten wir gute Auslastungszahlen und was noch wichtiger ist, eine hohe Gästezufriedenheit.
  Zu Messezeiten und wochentags sind die Frankfurter Häuser gut gebucht, am Wochenende und in den Ferien ist viel frei. Wie wollen Sie dem begegnen?
 
Woodward: Frankfurt ist hauptsächlich als Business-Metropole bekannt. Um Frankfurt auch als attraktive Freizeitdestination zu präsentieren, werden wir eng mit anderen Tourismuspartnern und unseren Hotel-Kollegen zusammenarbeiten, um die Angebote und Aktivitäten, die Frankfurt bietet, auch weiterzugeben.
  Die Messepreise sind ein Dauerthema in der Stadt – wie wollen Sie regulär und zu Messezeiten kalkulieren?
 
Woodward: Unser Frankfurter Haus arbeitet wie alle Jumeirah-Hotels mit einem Yield-ManagementInstrument zur Ertragsoptimierung, das hauptsächlich in der Hotellerie und der Flugindustrie angewandt wird.
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-System, das Raten durch Angebot und Nachfrage kalkuliert.
  Läuft zum Soft Opening alles zu Ihrer Zufriedenheit?
 
Woodward: Nach Monaten der Vorbereitung ist das Soft Opening für unser Team eine spannende Zeit und es tut gut, endlich wieder Gäste zu sehen. Die Ersten haben bereits eingecheckt und wir haben schon viele positive Rückmeldungen bekommen. Vor allem unser Restaurant Max on One kommt bei den Frankfurtern sehr gut an.

Wie wollen Sie das Hotel vermarkten?
 
Woodward: Im Nahen Osten und Asien ist Jumeirah als Marke schon etabliert. Mit dem Frankfurter Haus ist unsere größte Herausforderung, zu übersetzen, für welche Werte Jumeirah steht. Als neue Marke in Deutschland müssen wir unsere Gäste erst überzeugen – durch aufmerksamen und großzügigen Service und ein Haus, das zu Frankfurt und zu Deutschland passt.
  Das Frankfurter Hotel gilt als wichtiger Bestandteil der weltweiten Jumeirah-Expansion. Sind weitere Häuser in Deutschland oder Europa geplant?
 
Woodward: Unser Development-Team ist konstant auf der Suche nach Objekten, die den hohen Qualitätsstandards von Jumeirah entsprechen. Daher ist es durchaus möglich, dass in Zukunft weitere Hotels in Deutschland entstehen. Im Frühjahr 2012 wird außerdem das Jumeirah Port Soller auf Mallorca eröffnet.
 
Die Fragen stellte Brit Glocke

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