Branche aktuell
„Den Trend gibt es nicht“
Gastro-Consulter Pierre Nierhaus referierte beim Branchentreff „Profi meets Profis“ in Hamburg über Tendenzen der Gastronomie
HAMBURG. All denen, die eine einfache Formel erwartet hatten, sagte es Pierre Nierhaus gleich zu Beginn seines Vortrages: „Den gastronomischen Trend schlechthin gibt es nicht.“ Der Gastro-Consulter war Hauptredner auf dem Branchentreff „Profi meets Profis“ des Non-Food-Caterers Profi Miet in Hamburg.
Nierhaus lieferte weniger konkrete Tipps als vielmehr Gedanken und Anregungen, aus denen jeder Zuhörer Schlussfolgerungen ziehen konnte. Einige seiner Thesen: Die klassische Gastronomie verliert ihr Mittagsgeschäft weiter an Fleischer und Bäcker. Essen muss einen „Zusatznutzen“ bieten, etwa Spaß und Entertainment. Der Foodtrend bewegt sich weiter: weg von Asien, hin in Richtung Lateinamerika. Die neuen Gäste sind weiblich, auch die „Jungen Alten“ und Familien gehören zu den Zielgruppen mit Wachstumspotenzial. Immer weniger Gäste sind indessen unter 25. Bier ist wieder im Kommen, besonders in der Longneckflasche. Out hingegen ist cooles Design aus Stahl und Glas. Was heute in der Hospitality-Branche bereits möglich ist und erfolgreich praktiziert wird, zeigte Nierhaus an Beispielen aus der internationalen Gastronomie. Wie etwa Essen im Liegen oder Speisekarten, geschrieben auf die Haut der Kellner, im In-Lokal „Bed“ in Bangkok.
Zum fünften Mal und erstmals auf dem Firmengelände in Hamburg hatte das europaweit vertretene Non-Food Catering-Unternehmen Profi Miet www.profimiet.de ) zu dem Branchentreff eingeladen. Den Veranstaltungsrahmen bildete – wie in den Jahren zuvor – eine kleine Messe, bei der sich 25 Gastronomieausstatter vor allem aus den Bereichen Porzellan, Glas, Bestecke, Licht und Deko den Gästen präsentierten.
„Wir wollen mit unserem Branchentreff ‚Profi meets Profis‘ an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen und eine Plattform für den lockeren Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten bieten“, sagte Geschäftsführer Konstantin Brovot. mth
