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Beate Wimmer ist Organisatorin der vom  27. bis 29. Oktober  in Bad Oeynhausen stattfindenden Genussmesse Vinalia Foto: Uwe Lehmann

Interview der Woche

„Großes Budget für den Genuss“

Beate Wimmer über regionale Messen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/43 vom 27. Oktober 2007

Was versteht man eigentlich unter einer Genussmesse?

Wimmer: Genussmesse ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort. Wir sind die Messe für Wein- und Delikatessen, wobei der Wein zur Zeit noch etwas dominiert. Aber Genuss in Verbindung mit unserer Messe bedeutet, mit allen Sinnen genießen. Sehen, riechen, schmecken und sich dann mit dem Erlebten entscheiden, was man möchte.

Was wird das Besondere sein?

Wimmer: Man kann sich auf der Vinalia in einem angenehmen Schloss-ambiente sehr komprimiert rund um Wein und Delikatessen informieren, etwa bei unserem Themenschwerpunkt Oliven. Zusätzlich bieten wir Seminare rund um den Genuss an. Mein Anliegen ist es zudem, eine Lanze für den Fachhandel zu brechen. Ich will dem Endverbraucher zeigen, wozu der Fachhandel in der Lage ist. Auf der anderen Seite möchte ich den Fachhandel aber auch mit der Gastronomie zusammenbringen.

Es gibt schon reichlich Messen, man kann sich auch im Internet informieren, warum also eine derartige, doch eher kleine Veranstaltung?

Wimmer: Wir sind hier in Bad Oeynhausen ja quasi im Niemandsland, was derartige Veranstaltungen angeht, haben aber ein sehr großes Einzugsgebiet von bis zu 100 Kilometern im Umkreis. Und es gibt in dieser Region ein sehr genussorientiertes, fast schon genusssüchtiges Publikum, das auch über das entsprechende Budget zum Genießen verfügt, solange die Qualität stimmt. Aus demselben Grund besteht auch ein großer Bedarf bei Produzenten, Handel und Gastronomie. Und wir wollen den regionalen Charakter betonen: Immerhin kommen 40 Prozent der Aussteller aus der Region.

Reicht das? Und wie wollen Sie die Präsenz der Produzenten und Erzeuger auf der Messe steigern?

Wimmer: Wir sind ja erst im zweiten Jahr und werden natürlich noch kritisch beobachtet, ob wir keine Eintagsfliege sind. Daher gibt es auch noch einige Zurückhaltung. Aber es stehen etliche Interessenten in den Startlöchern, mit denen wir zukunftsorientiert reden. Und wir wollen im nächsten Jahr auch in Münster eine Genussmesse veranstalten. Zudem geht unser Gesamtkonzept über die Messe hinaus. Mit „Vinalia“ wollen wir ein Netzwerk für Genießer, beispielsweise auch im Internet, entwickeln und etablieren.

Sie haben erstmals einen dritten Tag als reinen Fachbesuchertag eingeführt. Warum?

Wimmer: Wir hatten im letzten Jahr an zwei Tagen etwa 2500 Besucher. Davon waren rund 35 Prozent Fachbesucher, die nicht unbedingt gemeinsam mit dem normalen Publikum eine solche Messe besuchen möchten. Zudem möchten wir vor allem unseren Ausstellern die Möglichkeit geben, möglichst viele Kontakte zur Gastronomie herzustellen. Denn jeder Aussteller hat auch das Ziel, die Gastronomie zu erreichen.

Die Fragen stellte Uwe Lehmann

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