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Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges: „Es herrscht mehr Zuversicht“

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Branche aktuell

„Mehr Markt, weniger Staat“

Rück- und Ausblick des DEHOGA Bundesverbandes zum Jahreswechsel / Von Ernst Fischer und Ingrid Hartges

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/51 vom 23. Dezember 2006

Ein spannendes, arbeits- und ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Vor dem Weihnachtsfest herrscht in unserem Land und in unserer Branche mehr Zuversicht und Optimismus als vor einem Jahr.

Die Ergebnisse aus der Weihnachtsumfrage des DEHOGA
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Bundesverbandes stimmen hoffnungsvoll. Mehr als jeder dritte gastgewerbliche Unternehmer freut sich über ein Buchungsplus und rechnet beim diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit höheren Umsätzen als in 2005. Zwei Drittel der Befragten zeigen sich mit dem bisherigen Geschäftsverlauf und Reservierungsstand zufrieden bis vollkommen zufrieden. Die leicht anziehende Binnenkonjunktur wirkt sich positiv auf unsere Branche aus. Nach einer Durststrecke von vier Jahren prognostiziert der DEHOGA für das Jahr 2006 ein Umsatzplus von 1,5 Prozent. Grund hierfür sind vor allem die guten Zahlen in der Hotellerie. Von Januar bis September 2006 stiegen die Übernachtungszahlen um 3,5 Prozent auf 160 Millionen. Besonders erfreulich ist der wachsende Anteil ausländischer Gäste mit einem Plus von 10 Prozent.

Dafür war die Fußball-Weltmeisterschaft natürlich wichtiger Impulsgeber. Zwei Millionen Besucher aus aller Welt, doppelt so viele wie erwartet, haben sich bei uns zu Gast bei Freunden gefühlt. Wunderbare Bilder aus Deutschland sind in die ganze Welt ausgestrahlt worden. Wir sind Weltmeister der Gastfreundschaft geworden. Gemeinsam ist es uns gelungen, ein positives, fröhliches Bild von Deutschland zu zeichnen.

Auch wenn nicht jeder Betrieb sofort von der WM profitieren konnte, hat dieses einzigartige Fußball-Fest unserer Branche einen Kick gegeben. 90 Prozent der ausländischen Gäste wollen Deutschland als Reiseland weiterempfehlen. Die Bekanntheit der Spielstädte konnte gesteigert werden. Mit dieser perfekt organisierten WM hat sich Deutschland einmal mehr als optimaler Kongress- und Veranstaltungsstandort präsentiert. Die Fußball-Weltmeisterschaft war eine hervorragende WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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für den Tourismusstandort Deutschland. Jetzt kommt es darauf an, dass wir diese Sympathie und Begeisterung auch nutzen, um noch mehr ausländische Besucher nach Deutschland zu holen und mehr Mitbürger von der Schönheit, der Vielfalt und dem attraktiven PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Leistungs-Verhältnis in unserem Land zu überzeugen.

Neben der Fußball-WM war die Debatte um ein Rauchverbot das beherrschende Thema in diesem Jahr. Der DEHOGA hat sich gegen ein generelles gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie ausgesprochen. Ob freiwillige Lösungen eine Chance bekommen, ist nun Sache der Länder. Wenn aber Gesetze nicht zu vermeiden sind, ist es Aufgabe Ihres Verbandes sich konstruktiv in die anstehenden Beratungen einzubringen und klare sowie praxistaugliche Lösungen einzufordern.

WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL

Seien Sie versichert, Ihr DEHOGA wird sich auch weiterhin für „Mehr Markt und weniger Staat“ einsetzen. Ob es dabei um die Entrümpelung des Arbeitsrechts, die Entfesselung des Arbeitsmarktes, die Novellierung des Urheberrechtsgesetzes mit dem Ziel der Senkung der Gebührenbelastung oder eine wirkliche Netto-Entlastung von Bürgern und Unternehmern geht – wir machen uns stark für die Interessen von Hotellerie und Gastronomie.

Der DEHOGA hat kein Verständnis für die größte SteuerFinanzielle Einnahmequelle des Staats und zugleich wichtigstes Instrument zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben.
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- und Abgabenerhöhung aller Zeiten, die gerade das Gastgewerbe als konjunktursensible Branche besonders hart treffen wird. Gerade vor diesem Hintergrund kämpft der DEHOGA weiter für den reduzierten Mehrwertsteuersatz in Hotellerie und Gastronomie. Mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland werden wir dazu im nächsten Jahr eine öffentlichkeitswirksame Kampagne starten.

Ein besonderes Anliegen ist es uns, allen Ausbildungsbetrieben und Ausbildern für ihr großartiges Engagement zu danken. Mehr als 100.000 junge Menschen werden zurzeit in unserer Branche ausgebildet. Das ist ihr Verdienst! Damit stellt das Gastgewerbe fast 8 Prozent aller Ausbildungsplätze in Deutschland.

Für eine erfolgreiche Lobbyarbeit braucht ein einflussreicher Bundesverband schlagkräftige Mitgliedsverbände. Denn Politik für die Branche machen wir nicht nur in Berlin und Brüssel. Sondern auch in den Ländern, Bezirken, Kreisen, Städten und Gemeinden. Ohne die Kompetenz, die Bereitschaft und die Leidenschaft aller ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in den Landes-, Fach-, Bezirks-, Kreis- und Ortsverbänden wären unsere Leistungen nicht möglich. Wir danken allen, die für diese Branche kämpfen und sie unterstützen!

Ein besonders großes Dankeschön geht an alle Ehrenamtsträger des DEHOGA für ihren tatkräftigen und wertvollen Einsatz! Unser Dank gilt den Mitgliedern in den Fachgruppen, Fachabteilungen, Ausschüssen und Arbeitskreisen für das gewinnbringende Miteinander. Und wir danken unseren Partnern aus der Zulieferindustrie, den Mitgliedern des Initiativkreises Gastgewerbe, für die konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Monaten. Ihr Engagement zeigt uns, wie verlässlich der Initiativkreis an der Seite des DEHOGA Bundesverbandes steht. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön fürs Mitdenken, Mitentscheiden und Mitwirken!

Heute wünschen wir unseren Kolleginnen und Kollegen, unseren Partnern, den Freunden und Kennern unserer Branche fröhliche Weihnachten, beste Geschäfte und einen guten Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2007!

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich unternehmerisches Risiko und Handeln endlich wieder lohnen!

Herzliche Festtagsgrüße aus der Hauptstadt.


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