Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

INTERVIEW DER WOCHE

„Netzwerk pflegen und weiter ausbauen“

Burkhard von Freyberg über wissenschaftliches Arbeiten in der Branche

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/15 vom 15. April 2006

Das Institute of Applied Hospitality wurde vor zirka einem halben Jahr in München eröffnet. Was konnten Sie in dieser kurzen Zeit schon in die Wege leiten?

von Freyberg: Im Prinzip haben wir das Fundament für den erfolgreichen Betrieb gelegt: So haben wir unter anderem ein Netzwerk aufgebaut, uns auf der ITB präsentiert sowie die Institutsbibliothek eingerichtet. Daneben laufen jetzt bereits – zeitgleich mit der Bearbeitung und Weiterentwicklung der Treugast Standardwerke – diverse Forschungsprojekte mit Hochschulen.

Mit welchen Lehreinrichtungen arbeitet das Institut derzeit zusammen?

von Freyberg: Aktuell kooperieren wir mit vier Universitäten und vier Fachhochschulen. Besonders freut uns dabei, dass wir mit Lehrstühlen beziehungsweise Fachbereichen der drei großen Münchner Lehreinrichtungen renommierte Partner gewinnen konnten. Wir denken, das Netzwerk bis Ende des Jahres um acht weitere Institutionen vergrößern zu können.

Wer formuliert die Themen für die Diplomarbeiten?

von Freyberg: Die Themen werden gemeinsam mit dem Diplomanden und dem Lehrkörper formuliert. Natürlich haben wir eine Liste mit Themen, die unseren Forschungsschwerpunkt, das Beziehungsdreieck Hotellerie – Immobilie – Kapital abdecken. Als besonders spannend erachten wir derzeit zwei Arbeiten: Zum einen ist dies eine Analyse des Informationsbedarfs als Basis für die Gestaltung des Informationssystems und des Controllings in einer Hotelkette. Zum anderen eine Arbeit, die die Marketingmaßnahmen der Hotels im Vorfeld der Fifa Fußballweltmeisterschaft 2006 beleuchtet und auf deren Nachhaltigkeit prüft. Auch die Untersuchung der Thematik „Die Entwicklung von Patientenhotels in Deutschland – eine grundsätzliche Darstellung und Bedarfsanalyse“ ist aufgrund der aktuellen politischen Diskussionen sehr wichtig.

Welche Institutionen gehören noch zum Netzwerk?

von Freyberg: Mit der GBI in Berlin haben wir einen Partner für die Projektentwicklung von Hotels gefunden, mit dem wir gerade diverse Forschungsprojekte angestoßen haben. Mit der Dreamteam Solutions GmbH haben wir ein Joint Venture geschlossen. Zusammen haben wir ein EDV-gestütztes Management Informationssystem mit dem Namen „SoluMIS“ für die Hospitality Industrie entwickelt.

Welche Ziele haben Sie sich für 2006 noch gesetzt?

von Freyberg: Neben dem weiteren Ausbau der Kooperationen möchten wir so genannte „Brain Days“ implementieren, das heißt, wir möchten Entscheidungsträger der Branche zu Themen im Spannungsfeld „Hotelimmobilie, Investition, Betriebsführung und Vertragswesen“ bei uns im Institut zusammenführen und diskutieren lassen. Darüber hinaus möchten wir größere Forschungsaufträge akquirieren, die wir gemeinschaftlich mit Lehrstühlen bearbeiten. Ferner ist auch der Ausbau der Lehrtätigkeit an Universitäten ein Thema.

Die Fragen stellte Rüdiger Rüster

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Es ist noch nicht zu spät

Grölende Kegelbrüder, kreischende Sangesschwestern – noch immer hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass Busreiseteilnehmer lärmend und alkoholisiert durch die Hotelanlagen ziehen und anderen Gästen das Leben schwer machen. mehr...

Weitere Artikel aus Archiv vom 15.04.2006 :

Zusatzgeschäfte: Es ist noch nicht zu spät (15.04.2006)
bÄrlauch-Fieber: Des Guten zu viel (15.04.2006)
Thema der Woche: Mit Senioren in die Zukunft fahren (15.04.2006)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel