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Strafanzeigen wegen Stopflebergebrauchs

GERLINGEN Die internationale Tierrechtsorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hat nach eigenen Angaben bundesweit Strafanzeige gegen knapp 50 Inhaber und Küchenchefs von Gourmetrestaurants erstattet, die auf der Speisekarte Foie gras (Stopfleber) anbieten.

Die Tierrechtler werfen den Gastronomen Verstoß gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetz (vormals Fleischhygienegesetz) sowie gegen die Fleischhygiene-Verordnung vor. Unter den Beschuldigten sind nach Angaben der Organisation auch Michael Käfer, Harald Wohlfahrt, Vincent le Moissonnier, Alexander Pope, Hans Sobotka, Christian Lohse, Armin Karrer und Peter Müller.

"Bei Stopfleber handelt es sich um das kranke Organ eines gezielt krank gemachten Tieres, dabei ist der Verkauf von Fleisch kranker Tiere laut Gesetz verboten", so Dr. Tanja Breining von Peta.

Die Organisation drängt auf ein Importverbot von Stopfleber nach Deutschland und auf ein europaweites Produktionsverbot, wie es in einigen europäischen Ländern bereits seit vielen Jahren existiert.

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2006/42
Leser-Kommentare zum Artikel (1)
Bernd Kleemann, Oldenburg schreibt am 23.10.2006 um 08:02
Betreff: Kommentar zum Artikel
Ja, ich bin für ein Importverbot, denn wir haben doch ohnehin ein ausgezeichnetes vielfältiges Speisenangebot. Ich kann mir auch nicht erklären, wie frau man eine sogenannte produzierte Speise egal, ob foie de canard- foie doie bzw. foi gras anbieten, zubereiten, bestellen oder gar beim verspeisen noch ein gutes Gefühl haben können Da die Nachfrage an diesen Speisen noch vorhanden sein muß, denke ich daß die Gourmetköche nur auf die Marktnachfrage reagieren und es mit ins Sortiment nehmen, anders kann ich es mir nicht erklären. ABER Ich denke trotzdem, das keine Verpflichtung zu solch einer Aufnahme mit in die Speisenauswahl besteht und damit etwas gansz besonders exquisites Angeboten wird. Das Anbieten von foie blond oder foie de volaille sollte doch genügen. Der Inhalt dieses Kommentars stellt meine persönliche Meinung dar
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