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Rauchverbot: Verluste bei immer mehr Gastronomen

Rauchverbot: Viele Wirte leiden darunter

HAMBURG. Die Verluste weiten sich aus. Ein halbes Jahr nach Einführung des Rauchverbotes in der Gastronomie in den ersten Bundesländern wird deutlich: der Gästerückgang, die kürzere Verweildauer und der sinkende Getränkekonsum fallen stärker aus als erwartet.

58 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen und Baden-Württemberg - hier gilt das Gastro-Rauchverbot seit Anfang August 2007 - haben einen Umsatzverlust erlitten. Über 40 Prozent der Betriebe verzeichneten sogar einen Umsatzrückgang von mindestens 10 Prozent, in vielen Fällen sogar darüber. Dies besagt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes CHD Expert/Marktplatz Hotel.

"Das Rauchverbot wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Gastronomieformen aus: speiseorientierte Betriebe sind am geringsten betroffen", sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. "Bei den Bars sind es allerdings bereits zwei Drittel, die nach einem halben Jahr des Nichtraucherschutzgesetzes teilweise erhebliche Einbußen bei der Gästezahl zu verkraften hatten." Insgesamt steht fest: Es wird weniger ausgegangen, und die Gäste verweilen kürzer. Die soziale Funktion vieler Kneipen und Bars geht damit ein Stück weit verloren.

Der Getränkeabsatz leidet spürbar: Beim Bier- und Spirituosenkonsum sind die Einbußen mit 47 bzw. 43 Prozent in allen Gastronomieformen eklatant. Kneipen sind davon besonders betroffen, während Restaurants mit alkoholfreien Getränken noch etwas ausgleichen können. "Kurzum: Den Gästen schmeckt das Bier nicht mehr so wie früher - eine Zigarette und Pils waren bisher für viele eine Einheit", kommentiert Lambracht.

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Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2008/9
Leser-Kommentare zum Artikel (6)
Christiane Neu Prälat anheierstraße 55 66806 Ensdorf schreibt am 27.03.2008 um 17:45
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lassen Sie doch jeden Wirt ,in kleinen Lokalen ,selbst bestimmen ob er ein Raucher oder Nichtraucherlokal betreiben möchte.Dann können auch die Gäste entscheiden wo sie einkehren möchten
tom schreibt am 17.03.2008 um 15:39
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Ich finde auch, mit besserer Werbung und neuen Ideen läßt sich der Umsatz steigern.
Komplette Nichtraucher-Gaststätten, ohne Ausnahmen, wären natürlich für alle besser. Es gäbe kein Geschrei mehr von den kleinen Betrieben, die nicht Umbauen können.
Armin Sulger, Salem schreibt am 04.03.2008 um 14:20
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Im Grunde ist es der Politik und auch Privatpersonen egal ob Gastronomen Umsatzeinbußen verbuchen oder gar zu Grunde gehen, hauptsache die Wählerstimmen behält man.(siehe Bayern)
ist dies nicht mehr der Fall muß wohl doch an dem Gesetz gerüttelt werden.
Martin Bär schreibt am 03.03.2008 um 23:26
Betreff: Kommentar zum Artikel
Ich möchte nur an den Artikel erinnern, den die AHGZ vor einiger Zeit veröffentlichte. Eine Studie hatte ergeben, dass die meisten Wirte in Bezug auf die nicht rauchenden Gäste keinerlei Marketingstrategie haben. Es ist also kein Wunder, wenn die Wirte Pleite gehen, die am Markt vorbei wursteln.
Weimann Serge schreibt am 27.02.2008 um 14:16
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Für viele ist jedoch dieses Rauchverbot ein Segen: gute und gehobene Restaurants haben in meiner Kundschaft bessere Umsätze. Dem Personal gehts besser > weniger Ausfälle wegen Krankheiten. Dieses Verbot muss eibfach durchgehalten werden, auch im Interesse der Gesundheit des Personals...
sebastian schreibt am 26.02.2008 um 13:14
Betreff: Kommentar zum Artikel
"8 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen und Baden-Württemberg - hier gilt das Gastro-Rauchverbot seit Anfang August 2007 - haben einen Umsatzverlust erlitten. Über 40 Prozent der Betriebe verzeichneten sogar einen Umsatzrückgang von mindestens 10 Prozent, in vielen Fällen sogar darüber"

Auch im Jahr 2006 und 2005 verzeichneten "mehr als 10% der Gastronomen Rückgänge". Auch im Jahr 2005 und 2006 gab es Rückgänge von 40% in einzelnen Bars.

Diese Rückgänge, die es auch vor dem Rauchverbot gab, jetzt einem Rauchverbot zuzuschreiben ist unseriös, zumal in den meisten Bundesländern das Rauchverbot noch garnicht umgesetzt, da noch nicht sanktioniert, ist und wird.
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