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Sonderthemen

Alles andere als „Ware von der Stange“

Möbelhersteller und Objektausstatter bereichern das Ausstelleraufgebot der Internorga

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/5 vom 5. Februar 2005

HAMBURG 2004 war für viele Objekteinrichter ein schwieriges Jahr. Umso optimistischer blicken Hersteller und Innenarchitekten im Bereich Hotel- und Gastronomieeinrichtungen im Vorfeld der Internorga in das neue Jahr. Die Erwartungen fokussieren sich dabei vor allem auf den Privathotelier. Die 79. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien öffnet ihre Tore vom 4. bis 9. März auf dem Hamburger Messegelände. In allen Themenschwerpunkten – so auch im Bereich „Einrichtung und Ausstattung“ –können neue Aussteller begrüßt werden.

Individualität und

Qualität sind Trumpf

Das erste Mal auf der Internorga präsentiert sich das Unternehmen Deeken-Möbel aus Sögel. Geschäftsführer Frank Rickermann: „Wir kommen ursprünglich aus dem Bereich des Schiffsinnenausbaus und haben schon einige Kreuzfahrtschiffe ausgerüstet.“

Aber auch an Land wird die handwerkliche Qualität der Emsländer offensichtlich geschätzt, denn auf der Referenzliste steht unter anderem das Hotel Adlon in Berlin. Auf der Internorga präsentiert Deeken-Möbel ein neues Programm für kleinere Häuser. Rickermann: „Wir glauben, dass es in den nächsten Jahren einen interessanten Markt im Bereich zwischen Familienpensionen und Drei-Sterne-Hotel geben wird.“

Ganz bewusst für die Internorga hat sich auch Thomas Hübner vom Partner-Projekt Hotel-Equipment aus Hannover entschieden: „Das ist die Messe in Deutschland, die die meisten Hoteliers anzieht. Hier finden wir auch einzelne Kunden, die renovieren möchten.“ Hübner vertritt einen Möbelhersteller aus Litauen, der im gesamten Baltikum, Skandinavien und Island aktiv ist, inzwischen aber auch einige Objekte in Deutschland eingerichtet hat. „Ferienobjekte in Brandenburg, Stadthotels in Berlin, nahe Frankfurt am Main und Köln. Den süddeutschen Markt wollen wir noch erobern“, berichtet Hübner. „Wir fertigen ausschließlich projektbezogen mit zertifizierten Import-Materialen. Der Hersteller verfügt über ein eigenes Architektenbüro. Produziert wird dann nach Abstimmung mit dem Kunden auch in kleiner Stückzahl.“

Schon seit Jahren ist der Eichsfelder Möbelring aus Heiligenstadt auf der internationalen Fachmesse in Hamburg vertreten. Geschäftsführer Alfred Gutbier erwartet sich einiges vom Jahr 2005: „Während 2003 für uns ein sehr gutes Jahr war, haben uns 2004 die Entscheidungen gefehlt. Einige Unternehmen haben Neubauprojekte und Renovierungen zurückgestellt. Zum Glück verfügen wir über viele Stammkunden.“ Gutbier: „Der Preiskampf wird immer härter. Das Motto lautet einfach, schlicht und preiswert. Wir wollen dabei aber keine Abstriche bei der Qualität machen.“ Einen herausragenden Modetrend oder -stil sieht Gutbier derzeit nicht. Auf der Internorga wollen die Eichsfelder vier komplette Zweibettzimmer, eine Rezeption sowie zwei unterschiedliche Sitzecken zeigen, die auch in Zusatzbetten verwandelt werden können.

Qualität steht auch für Objekteinrichter Erwin Hofer aus Reinbek in Zeiten „harten Preiskampfes“ nicht zur Disposition: „Wir verhandeln heute härter mit unseren bekannten Zulieferern, ohne dass die von ihrer Qualität runter gehen müssen.“ Der puristisch-elegante Retro-Look „ohne Materialschlacht“ steht für ihn nach wie vor im Mittelpunkt des Kundeninteresses. Er muss aber in einer ganz eigenen Philosophie des jeweiligen Hauses umgesetzt werden: „Die gewählte Themenstruktur kann objektbezogen sein, sie kann sich auf den Standort, auf die Region oder die Kundenstruktur beziehen“, erklärt der Innenarchitekt.

„Früher haben wir Hardware-Lieferanten den Charakter eines Hauses zu etwa 50 Prozent bestimmt. Heute sind es vielleicht nur noch 30 Prozent. Die weiteren 70 Prozent sind Software - nämlich der Service. Und der muss zu 100 Prozent mit der Hardware harmonieren“, so Hofer. Die Aussichten für 2005 sieht der Reinbeker mit Optimismus: „Wir haben schon interessante Aufgaben für dieses Jahr. Was noch fehlt, sind Aufgaben im kleineren Rahmen der Privathotellerie. Die holen wir uns aber ganz bestimmt auf der Internorga.“

www.internorga.de

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