Am liebsten von jedem etwas
Hersteller bieten für jeden Anlass das passende Geschirr / Trends: Kombinierbare Teile und dezente Dekore
Porzellan wechselt bald so oft wie eine auf Frische bedachte Speisekarte. Kombinieren plus ergänzen heißt verändern – Kahla Porzellan bringt mit seiner Formel auf den Punkt, was seit Jahren den Restauranttisch und das Buffet zur Design-Spielwiese machen. Villeroy und Boch propagiert schon lange die Lust am Mix und Match, die Möglichkeit verschiedene Serien untereinander zu mischen.
Skulptur auf der Tischdecke
Das Geschirrlager eines Gastronomie-Betriebes dürfte bei manchen so gut ausgestattet sein wie der begehbare Kleiderschrank eines Superstars: Man hat von jedem etwas. Für kulinarische Kunstwerke vielleicht ganz was Edles. Zum Beispiel ein paar elegante Teller aus Biskuit-Porzellan von Hering Berlin. Inhaberin Stefanie Hering ist anspruchsvoll: „Wir wollen nicht weniger, als die Geschichte der Tischkultur neu schreiben. Arrangiert man einen Tisch mit unserem Porzellan, den neuen Gläsern und dem Textil, dann kommt eine völlig neue, einzigartige Architektur auf dem Tisch zustande.
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
“
Leicht, wie zu Gefäßen gewickelte Papierstreifen, wirkt die Serie „Papyrus“, die Vittorio Passaro für Rosenthal Studio-Line, entworfen hat. Der kunsthandwerkliche skulpturale Charakter der Teller, Schalen und Vasen lässt jedes Stück wie ein Unikat wirken, obwohl sie in Serien gefertigt wurden.
Andere Porzellanhersteller schaffen mit ihren fließend geformten Kreationen eine Art Wohlfühl-Geschirr. Urban Nature von Villeroy & Boch ist so ein Entspannungsprogramm: Die rundlichen und länglichen Formen erinnern an Schöpfkellen und Holzmulden wie sie auf dem Land zum Kneten des Brotteigs verwendet wurden. Die Serie aus verschiedenen Schalen, Schälchen, länglichen Tellern und Platten wird gekrönt von einer vielseitig einsetzbaren Traverse, auf der sich Beilagen spektakulär inszenieren lassen.
Von Wellness bis Event
Mit seinem Wellness-Geschirr Tao ist auch Kahla sehr erfolgreich. Jetzt kommt eine Variante in Spiel, ein Dekor, das den Eindruck verstärkt, das Porzellan sei Kilometer weit wie ein Kieselstein durch einen Fluss gerollt und entsprechend flach oder rund geschliffen. Einzelteile von Tao lassen sich bestens mit anderen Kahla-Serienteilen zu einem Fingerfood-Buffet von vielfältigem Formenreichtum zusammenstellen. Die Auswahl reicht von den Mini- und Midi-Dipschälchen der Serie Elixyr über die Serien Update und Opus bis zur kristallinen Form von Diamonds & Pearls.
Auch Seltmann Weiden zeigt mit Event-Porzellan der Serie Mandarin eine schöne Idee für Inszenierungen: Schräge Ränder, überbreite Fahnen mit einer tiefen Mulde für kulinarische Solitärs und Häppchen-Löffel gibt es in verschiedenen Größen.
Auch auf dem Kaffeetisch ist die Stimmung heiter. Glanz und Farbe heben die Laune zum Beispiel bei Dibbern, Kahla, Rak, Seltmann Weiden oder Walküre. „In zwölf verschiedenen Variationen, von glänzend über antik bis matt, werden die Farben von erfahrener Hand unserer Maler aufgetragen“, sagt Wolfgang Meyer, Chef der Bayreuther Porzellanfabrik Walküre. Die Edelmetall-Dekore gibt es für einzelne Tassen und Schalen bis hin zu kompletten Gedecken.
Mit Farben, ausgefallenen Ornamenten, raffinierten haptischen Strukturen sorgt die Porzellanfabrik Schönwald für Abwechslung in ihrer Kollektion Grace. Insgesamt sind für diese Serie im Herbst sieben neue Dekore zu haben. Gold und Platin sowie die Technik des Sandstrahlens veredeln die filigranen Dekore, die sich untereinander kombinieren lassen. „Zurückhaltung ist einer der Trends des Jahres“, sagt Marketingleiterin Martina Erbele. „Die Dekore sind nicht mehr so bunt und vollflächig wie früher, sondern setzen Akzente, um die Schönheit des Porzellans besser zum Ausdruck zu bringen.“ mia



