Gastkolumne
Banken mauern und Wirte trauern
Von Frank Clobes
In der derzeitigen Finanzkrise müssen alle Firmen die Backen zusammenkneifen. Aber wieder einmal zeigt sich, dass es für die Gastronomie besonders schwierig ist, DarlehenSchuldrechtlicher Vertrag, der den Darlehensgeber verpflichtet, einen bestimmten Geldbetrag oder eine Sache dem Darlehensnehmer zur Verfügung zu stellen.
weiter mit Mausklick... für Investitionen zu bekommen. Während andere Firmen sogar staatlich garantierte Kredite erhalten, um bestehen zu können, sperren sich Banken bei Gastronomen. Banken mauern, Wirte trauern. (Seite 1)
Die Gründe für die Verweigerung liegen auf der Hand. Nirgendwo tummeln sich so viele Branchenfremde und ungelernte Kräfte wie im Gastgewerbe. Und nirgends wird einem der Weg dahin so einfach gemacht: keine Qualifizierungsnachweise, keine Kompetenzüberprüfung, keine festgelegte Ausbildung.
Am Beispiel Gastronomie ist das festzumachen. Niemand fragt nach, ob jemand einen Betrieb führen kann, ob er mit Mitarbeitern Ziele vereinbaren und Visionen verwirklichen kann. Oder ob er in der Lage ist, das Zahlenwerk seines Betriebes überhaupt zu überblicken und danach zu handeln. Fehlanzeige! Den Frikadellenschein gemacht und los geht's. Und mit voller Fahrt auf den Eisberg zu. Meistens erhält man den Betrieb noch ablösefrei von den Brauereien, die auch noch eine gewisse Pachtfreiheit in den ersten Monaten garantieren.
Hier muss sich viel ändern. Es müssen Richtlinien her, die die Selbstständigkeit in der Gastronomie regeln und die Hürden etwas höher legen. Den Traum von der eigenen Gastronomie soll man träumen dürfen. Aber es ist im Interesse eines jeden Wirtes, dass er geschult wird, um sein Business zu beherrschen und langfristig zu führen. Dadurch wird die Nachhaltigkeit eines Betriebs gefördert und nach und nach kehrt auch das Vertrauen der Banken wieder zurück.
Hier sind DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... und Kammern gefordert, Jungunternehmern etwa mit Coaches und Beratern, verpflichtenden Einführungsseminaren und Weiterbildung die Jungwirte FITfür Full Independent Tour, , Bezeichnung für Freizeitreisenden, der nicht in einer Gruppe reist.
weiter mit Mausklick... zu machen für ihr Business. Hier müssen Mindestkenntnisse erworben werden und Fachpraxis nachweisbar sein.
Der Autor ist Unternehmensberater und
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Roland F.W. Manke, Strande
22.06.2010 um 15:53
Betreff: Banken mauern...
Mit Verlaub, aber das ist nun völliger Humbug! In diesem Land gibt es eine verbriefte Gewerbefreiheit. Jeder kann ein Hotel, ein Kaufhaus oder gar eine Eisengießerei nach Gutdünken betreiben. Mit Ausnahme einiger freien Berufe wie z.B. Anwalt, Arzt oder Steuerberater (und auch diese haben vermehrt Finanzierungsprobleme wen der Background nicht stimmt) benötigt niemand einen Befähigungsnachweis, selbst nicht mal Unternehmensberater oder Konkursverwalter; u.U. benötigt man bei bestimmten Betrieben eine Konzession, das ist dort auch zu begrüßen, alles andere ist lauwarmer Kaffee. Nicht umsonst wurde die urteutonische Meisterpflicht in vielen Berufen zwischenzeitlich abgeschafft. Wer einen Betrieb eröffnen will, tut das in der Regel mit Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und auf eigenes Risiko und das ist auch gut so und wer von Kammern gar ?verpflichtende Einführungsseminare? etc. verlangt, hat das nicht verstanden. Wir brauchen keine neuen Richtlinien, schon gar nicht vom Dehoga oder anderen privaten Organisationen, die ohnehin in den Diskussionen z.B. in Sachen Mehrwertsteuer total versagt haben. Jeder ist frei in seiner Entscheidung an wen und wie er verpachtet. Wenn er sich seine Interessenten nicht anschaut, nicht überprüft, keinen Businessplan und keine Sicherheiten verlangt, ist das seine Sache, nicht die einer Kammer oder eines privaten Verbandes. Wer seiner Bank vernünftige Zahlen vorlegt, diese belegen und begründen kann und nicht eben total verschuldet ist, bekommt auch heute noch eine Finanzierung. Roland Manke, Fachmakler für Hotelimmobilien