Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Editorial

Berlin braucht die Hotellerie

Von Hendrik Markgraf, Chefredakteur

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/47 vom 25. November 2006

Berlin ist ein großer Salon. Wer auf sich hält, feiert, tagt oder repräsentiert in der Hauptstadt. Das zieht sich quer durch alle Branchen, sei’s nun die Welt der Kultur, der Werbung oder die der Hotellerie und Gastronomie.

Man umgibt sich gern mit dem Weltstadt-Flair der Metropole, doch für ihr wirtschaftliches Wohlergehen engagiert man sich kaum. Das Geld wird an anderen Standorten verdient. Anders das Gastgewerbe: Hotellerie und Gastronomie als eine tragende Säule des Tourismus bringen dem ansonsten armen Berlin etwas ein: Steuereinnahmen, Gäste aus aller Welt.

Insofern wundert es nicht, dass Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit dem DEHOGA jüngst wieder seine Aufwartung machte: beim großen Branchentag im Maritim-Hotel (Seiten 3, 6). Nicht nur er weiß um die Wirtschaftskraft der Branche. Das zeigten auch die Auftritte von Wirtschaftsminister Michael Glos sowie der Oppositionsführer Guido Westerwelle (FDP) und Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen): Sie verließen eigens die aktuelle Haushaltsdebatte im Bundestag, um vor den rund tausend Hoteliers und Gastronomen zu sprechen.

Vor allem Glos sparte nicht mit anerkennenden Worten: Das Gastgewerbe stehe für die Bedeutung des gesamten mittelständischen Unternehmertums; anders als die großen Konzerne, baue es nämlich im Lande nicht Arbeitsplätze ab, sondern auf. Doch gerade darin sähen sich Hotellerie und Gastronomie behindert, kritisierte DEHOGA-Präsident Ernst Fischer die Politik der Großen Koalition. Hie und da versprach der Wirtschaftsminister Besserung. Der DEHOGA wird der Politik weiterhin Dampf machen.

Übrigens erwies der Berliner Bürgermeister schon am Vorabend des Branchentages der Hotellerie die Ehre – bei der Eröffnung des exlusiven Hotel de Rome. Tout Berlin kam und feierte bis in die Nacht. Tags darauf ging’s weiter im Maritim. Berlin: Ein großer Salon.

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Kopf der Woche

Ein Dreifach-Jubiläum darf gefeiert werden: Seit 20 Jahren ist Wehrmann Chef des Park-Hotels Bremen – und seit 50 Jahren ist das 5-Sterne-Haus im Bürgerpark Bremens erste Adresse für gepflegte Gastlichkeit. mehr...

Weitere Artikel aus Archiv vom 25.11.2006 :

Branche aktuell: Kopf der Woche (25.11.2006)
Das Thema: Wein-Avantgarde (25.11.2006)
Branche aktuell: Stabwechsel bei der GAD (25.11.2006)
Branche aktuell: DEHOGA-Spitze mit neuen Gesichtern (25.11.2006)
Branche aktuell: Hotel Zur Bleiche auf Erfolgskurs (25.11.2006)
Interview der Woche: „Bio schmeckt einfach anders“ (25.11.2006)
Gastronomie Die Kleineren (7): „Wir sind wie ein Wohnzimmer“ (25.11.2006)
Gastkommentar: Dämliche Hitlisten (25.11.2006)
WENDE IM WEINBERG Junge Winzer etablieren sich als Szene-Gastronomen / Architekten bringen Image: Wein, Design und Hotels (25.11.2006)
Branche aktuell: Spitzengastronomen unter Druck (25.11.2006)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel