Hotellerie
Best Western expandiert weiter
Frankfurt/M. Im Vergleich zu den Zahlen internationaler Hotelgruppen hierzulande hat sich Best Western Deutschland in der Krise ganz gut geschlagen (AHGZ vom 20. Februar). Das geht aus den Kennzahlen der Kooperation für 2009 hervor, die Geschäftsführer Marcus Smola in Frankfurt vorstellte.
Zwar sank die durchschnittliche Belegung der Mitgliedshotels im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 65 Prozent, der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis um 4 Prozent auf 75,20 Euro, und ging der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) um 7,4 Prozent auf 48,88 Euro zurück. Doch blieb der Gesamtumsatz der Best-Western-Häuser blieb vor allem dank neuer Mitgliedshäuser nahezu konstant: 15 Zugängen standen 2009 acht Abgänge gegenüber, fünf davon durch Insolvenz.
Das Wachstum ist ungebrochen: In den ersten zwei Monaten 2010 sind bereits zehn neue Hotels hinzugekommen, sodass nun 189 Hotels zu dem Zusammenschluss unabhängiger Privathoteliers gehören. Smola ist zuversichtlich, dass sich die Zahl der Mitgliedshäuser in diesem Jahr auf 200 erhöhen wird. „Wachstum ist wichtig für die Markenbedeutung.
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“ Die Anfragen interessierter Hoteliers hätten zugenommen. In der Krise mache es Sinn, sich einer starken Marke anzuschließen.
Im vergangenen Jahr hat die Ferienhotellerie ihre Bedeutung deutlich steigern können: Der Anteil der Urlaubsgäste stieg von 32 Prozent im Jahr 2008 auf 39 Prozent. Damit ist das Freizeitgeschäft schon fast so wichtig wie das klassische Geschäftsreisegeschäft mit 42 Prozent.
Aber auch bei Geschäftsreisenden und Tagungen seien die Einbußen moderat geblieben, so Smola. Der Deutschland-Chef führt das vor allem auf Neukunden zurück, weil in vielen Unternehmen in der Krise 3- bis 4-Sterne-Marken eher mit der Firmenpolitik vereinbar seien. Selbst die gehobeneren Premier-Häuser im Portfolio von Best Western hätten als gute Alternative zum 5-Sterne-Haus von dieser Entwicklung profitiert. Lediglich am Standort Frankfurt hätten die Häuser Einbußen erlitten. „Dass wir nicht so viele Hotels in Top-Lagen des Geschäftsreiseverkehrs haben, sondern eher kleinere Standorte besetzen, kommt uns zugute“, erläutert Smola.
Für das laufende Jahr ist er vorsichtig optimistisch. „Die Talsohle ist wohl durchschritten. Jetzt kann es eigentlich nur noch besser werden“, hofft der Best-Western-Chef. Insgesamt rechnet er für 2010 bei Best Western mit rund 10 Prozent mehr Umsatz, wovon allerdings der Großteil über eine höhe Hotelzahl erreicht werden soll. Die Vorbuchungen sprächen aber auch für eine vorsichtige Belebung im Tagungsgeschäft. Im Leisure-Segment wagt er noch keine Prognose. „Von einem noch besseren Jahr zu sprechen, wäre angesichts der guten Ergebnisse der Ferienhotellerie im Vorjahr schon sehr mutig“, fasst er zusammen.
Skeptisch ist Smola beim Thema Zimmerraten. Die Preise hätten im Januar erneut nachgegeben, und es werde in Folge der Mehrwertsteuersenkung weiterhin nachverhandelt. Daher rechnet er im Jahresverlauf mit sinkenden Durchschnittspreisen.
Die Mehrwertsteuersenkung sei für etliche Hoteliers „ein Segen“, der ihnen helfe, „über die Runden zu kommen“ sowie in Betrieb und Mitarbeiter zu investieren. Best-Western-Hoteliers planen Investitionen von 50. Mio Euro – auch dank der 7 Prozent.
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