Diese Woche
Best Western zeigt Herz
Hotelgruppe will mit Service und Herzlichkeit punkten / Jahrestagung in Bad Mergentheim
ESCHBORN/BAD MERGentheim. „Auch Best Western Hotels Deutschland bekommt den Nachfragerückgang zu spüren“, bekannte Geschäftsführer Marcus Smola bei der Tagung der Hotelkette vor 130 Hoteliers in Bad Mergentheim.
Allerdings, so Smola, profitiere Best Western zum Teil auch von den Verschiebungen am Markt. Viele Geschäftsreisende und Tagungsveranstalter meiden derzeit 5-Sterne-Hotels und suchen günstigere Angebote. Best Western mit seinen 3- bis 4-Sterne-Hotels will nach Smolas Angaben deshalb gerade jetzt neue Gästegruppen an die Marke binden und „attraktiver sein als andere“. Erreichen will er dies auch mit weichen Faktoren: Die größte Hotelmarke der Welt (Seite 4) will den Gast mit „individuellem persönlichen Service von Herzen überzeugen“.
Best Western sieht sich auch in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage gut aufgestellt. Das Unternehmen vertraut auf die Kraft seiner Marke. Dass es damit nicht falsch liegt, zeigt ein Blick auf die Trend-Prognosen im aktuellen DEHOGA-Branchenbericht (AHGZ vom 13. Juni): Darin heißt es: „Das Hotelangebot in Deutschland steigt weiter. Hotelketten und Nischenanbieter sind die Gewinner dieser Entwicklung. Die Markenkonzentration nimmt langsam aber stetig zu – zu-
lasten von Hotelmittelstand und
nicht markengebundenen Hotels.“ Deutschlands Markenhotellerie hat 2008 ziemlich genau die Hälfte (50,6 Prozent) des gesamten Hotelumsatzes im Land gemacht – bei einem Marktanteil bei den Zimmern von knapp 35 Prozent, so der neueste Branchenreport des Hotelverbandes Deutschland (IHA).
Best Western sei auch deswegen so stabil, weil das Unternehmen im Gegensatz zur klassischen Konzernhotellerie, die vor gegenseitigen Unternehmens- und Markenübernahmen nicht gefeit ist, nicht von einem Marktteilnehmer übernommen werden könne. „Die Marke ist im Besitz von 4000 Einzelhoteliers“, erläutert Marcus Smola die Situation. Und sie wird ausgebaut: Der Geschäftsführer berichtete von mehr als zehn Neuzugängen in Deutschland seit Jahresbeginn. Smola weiter: „Es hat sich gezeigt, dass in Krisenzeiten die Nachfrage von Hotelunternehmern nach Markenanschluss besonders groß ist.“
Um auch in Zukunft erfolgreich arbeiten zu können, hat die Hotelgruppe den 130 Teilnehmern der Jahrestagung und Aktionärsversammlung im Best Western Premier Parkhotel Bad Mergentheim zusätzliche Marketing- und Vertriebsmaßnahmen präsentiert. Smola kämpferisch: „Die Devise heißt: Jetzt gerade! Statt Budgets zu kürzen, hat Best Western Vertriebs- und Marketingprojekte ausgebaut, um noch stärker Umsätze in unsere Hotels zu steuern und uns deutlich vom Wettbewerb abzusetzen.“
Weitere Themen der Tagung waren die Dauerbrenner Web 2.0 und Onlinemarketing. Und die Distributions-Spezialistin von Best Western, Carmen Dücker vermittelte wertvolle Tipps zur besseren Vermarktung. Ihre Übungen zur Preisgestaltung reichen vom Testen der Preisbereitschaft über Zusatzverkäufe im Haus und am Telefon bis hin zum Gewähren freiwilliger Zusatzleistungen.
www.bestwestern.de
