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Konzepte

Haumann

Konzepte: Familien-Hotel Hochwald in Horath/Hunsrück

Bezahlbarer Urlaub für Jung und Alt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/32 vom 6. August 2011
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HORATH. In der Turnhalle des Familien-Hotels Hochwald geht es hoch her: Beim Fußballturnier kicken Söhne gegen ihre Väter. Zur gleichen Zeit trainiert im Schwimmbad die 6-jährige Tochter für ihr Seepferdchen-Abzeichen, während die Mutter in der Saunalandschaft relaxt. „Uns ist wichtig, dass jeder in der Familie schon zu Beginn des Urlaubs merkt, dass seine persönlichen Erwartungen erfüllt werden,“ sagt Hotelier .

Das Familien-Hotel Hochwald oberhalb des Hunsrückortes Horath (500 Meter über NN) bietet für jeden etwas. Hallen- und Freibad, Wellnessbereich mit Naturbadeteich, eine Sporthalle mit Tribüne, Fitnessraum, Tischtennisplatten, Kegelbahnen, Bastelräume, Bücherei und Spieleverleih. Im Außenbereich geht es weiter mit einem Spielplatz, einem Beachvolleyball-Feld, einem Fußballplatz und Grillstellen für gemütliche Lagerfeuerabende.

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Der Anspruch des Hotels: Familienurlaub für alle Altersgruppen, ob Kleinkind, Teenie, Eltern oder Oma und Opa. Die Eltern können während ihres Aufenthalts zwar viel zusammen mit ihren Kindern erleben, ihnen werdenaber auch Rückzugsmöglichkeiten geschaffen. Das Hochwald-Team, zum Teil ausgebildete Pädagogen, übernimmt morgens und nachmittags jeweils für drei Stunden die Betreuung, etwa beim Basteln, beim Schwimmkurs oder bei der Schnitzeljagd im Freien. Die Eltern können währenddessen die Mittelgebirgsregion erwandern oder die Sport- und Wellnessangebote des 4-Sterne-Hauses nutzen.

So komfortabel wie heute war der in Hochwald nicht immer. Als Gereon Haumann das Haus 1990 als Geschäftsführer übernahm, ähnelte es eher einem einfachen Familien-Ferienheim. Es gab 90 Betten, ein Tischtenniszimmer und einen gemeinschaftlichen Fernsehraum. Das gastronomische Angebot bestand, außer Frühstück und Abendbrot, aus einem einheitlichen Tagesmenü.

Familien stärken

Im Rahmen eines strategischen Gesamtkonzepts wurden seitdem rund 12 Mio. Euro investiert, in neue Gemeinschafts- und Gruppenräume, eine große Eingangshalle, mehrere Restaurants und einen Anbau mit 32 Zimmern, alle barrierefrei. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich von anfangs acht auf heute 70 erhöht. Der jüngste Anbau ist ein 3000 Quadratmeter großes Erholungs- und Gesundheitszentrum. Dazu gehören Physiotherapie, Massage, Schwimmbäder, Saunabereich, Turnhalle und Fitnessraum, alles ebenfalls barrierefrei. Denn das Familien-Hotel Hochwald richtet sich an Familien und insbesondere an solche Familien, die benachteiligt oder gerade außergewöhnlich belastet sind, etwa durch Behinderung, Trennung, Tod, Armut oder Pflege eines Angehörigen. Der gemeinnützige Verein Haus Hochwald e.V. in Köln ist Träger des Hauses und hat es sich zum Ziel gesetzt, integrative Erholungsfreizeiten für alle Familien anzubieten, aus denen diese nachhaltig gestärkt hervorgehen.

Für die hohen Investitionen hat der Trägerverein deswegen Zuschüsse vom Bundesfamilien- und vom Landessozialministerium sowie von Stiftungen erhalten. „Die besondere Herausforderung des Konzepts liegt darin, dass wir bezahlbare Angebote für alle Familien schaffen möchten und gleichzeitig auf die Wirtschaftlichkeit des Hauses achten müssen“, sagt Haumann. Aufgrund der enormen Investitionen in die ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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- und Qualitätsentwicklung keine leichte Aufgabe, denn die Zimmerpreise sind sehr niedrig, damit sich möglichst viele Familien – insbesondere auch finanzschwächere – einen Aufenthalt in dem Hotel leisten können. Auf Saisonzuschläge verzichtet der Trägerverein aus familienpolitischen Gründen ganz bewusst. Ein Erwachsener bezahlt für eine Übernachtung in dem 4-Sterne-Hotel je nach Zimmerkategorie zwischen 61 und 87 Euro, inklusive VollpensionVerpflegungsangebot von Beherbergungsbetrieben, bei dem der Gast neben dem Frühstück zwei Hauptmahlzeiten erhält.
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. Kinder zahlen je nach Alter entsprechend weniger. Bei einem längeren Aufenthalt wird die einzelne Übernachtung günstiger. Insgesamt liegt der Durchschnittspreis bei 68 Euro inklusive Vollpension.

Um damit keine Verluste einzufahren, muss Haumann für eine sehr hohe Auslastung sorgen. Deswegen wirbt er für das Hotel, außer auf der eigenen Website auch mit mit Google Adwords, mit Post- und E-Mail-Newslettern und in zielgruppenaffinen Zeitschriften wie Eltern, Mein Kind und Ich oder Känguru, einem Stadtmagazin für Familien in Köln/Bonn. Doch die besten Werbeträger sind zufriedene Gäste. Der Stammgästeanteil liegt bei 40 Prozent.

Dem Hotelier und rheinland-pfälzischen DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Präsidenten ist es wichtig, sein Angebot ständig zu verbessern. Das Familien-Hotel Hochwald ist einer von zwei Betrieben in Rheinland-Pfalz, die in den kommenden Monaten die dritte Stufe der Service Qualität Deutschland erklimmen möchten. Drei Qualitätsmanager hat Haumann in seinem Haus bereits dafür ausbilden lassen.

Kontinuierlich verbessern

Ziel ist es, das Gütesiegel bei der ITB 2012 offiziell zu erhalten. „Wir wollen uns kontinuierlich verbessern und die Qualitätssicherungsprozesse in unsere tägliche Arbeit implementieren, denn Stillstand ist Rückschritt.“ Genügend Ideen für Neuerungen findet der Hotelier Gereon Haumann auch während seinen eigenen Urlaubsreisen – die führen ihn bevorzugt in andere familienfreundliche Betriebe. Kein Wunder, Haumann hat selbst fünf Kinder. „Da merkt man schnell, was Kindern und Eltern gut tut.“ Raphaela Kwidzinski




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