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Boom aus dem Ausland

DZT: Zehn Prozent mehr internationale Übernachtungen / 61 Millionen für 2015 prognostiziert

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006

FRANKFURT/M. Deutschland kann sich touristisch inzwischen mit anderen Reiseländern messen. Nach vorläufigen Ergebnissen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) stieg die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen von Januar bis Oktober 2006 um satte 10 Prozent auf 46,2 Mio. Allein im Oktober zählten die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze rund 4,5 Mio. internationale Übernachtungen, 8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für die kommenden Jahre bleibt die DZT deshalb optimistisch. Sie geht davon aus, dass die Zahl ausländischer Besucher bis 2015 auf jährlich 61 Mio. steigen wird.

„Die Nachhaltigkeit der Fifa-WM 2006 zeichnet sich deutlich ab“, sagte Petra Hedorfer, Vorsitzende des DZT-Vorstandes, in Frankfurt am Main. Von den zusätzlichen Ausländerübernachtungen in den ersten zehn Monaten entfielen rund 2 Mio. direkt auf die WM-Monate Juni und Juli. Laut DZT stiegen in diesem Zeitraum die Hotelpreise um 3,4 Prozent, während der Einzelhandel nur ein Plus von 1,9Prozent verbuchen konnte (jeweils im Vergleich zum Mai 2006).

Einen ähnlichen Effekt wie nach der Expo 2000 in Hannover, nämlich eine kräftige „Delle“ in der Incoming-BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
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des Folgejahres, erwartet die DZT jedoch nicht: Während für das laufende Jahr erstmals mehr als 52 Mio. Übernachtungen aus dem Ausland prognostiziert werden (2005: 48,2 Millionen), rechnet man für 2007 damit, das hohe Niveau aufgrund des Imagegewinns durch die WM und den stetig ansteigenden Geschäftsreiseverkehr halten zu können. Diverse Umfragen, durchgeführt vor und nach dem Fußball-EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
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, stärken der DZT den Rücken: Das Deutschland-ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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hat sich im Ausland klar verbessert. Geschätzt werden die gute Erreichbarkeit des Landes, die abwechslungsreiche Landschaft, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die guten Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt auch die Qualität der deutschen Hotels.

Ebenfalls optimistisch gibt sich die DZT in Bezug auf den deutschen Inlandstourismus. Zwischen Januar und Oktober 2006 wurden rund 263,4 Mio. deutscher Gäste gezählt. Zwar noch ein mageres Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2007 rechnet die DZT basierend auf positiven Wirtschaftsdaten jedoch mit einer anziehenden Inlandsnachfrage und prognostiziert ein Plus von 2 Prozent auf mehr als 300 Mio. Übernachtungen. „Besonders bei Zweit- und Drittreisen bleiben die Deutschen ihrem eigenen Land treu“, weiß Hedorfer. Außer Städtehotels könnten vor allem die Anbieter von Gesundheits- und Wellnessurlauben profitieren, sofern sie sich in Destinationen mit hoher Produktqualität befinden und ein attraktives PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Leistungsverhältnis bieten. Kurzer Blick zurück: Im Jahr 2005 führten rund 9 Mio. Kulturreisen von Europäern nach Deutschland. Ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. „Mittlerweile haben wir diesbezüglich sogar Italien überholt und liegen an zweiter Stelle hinter Frankreich“, erklärt Hedorfer. Grund genug, das „Kunst- und Kulturland Deutschland“ im Themenjahr 2007 nachhaltig zu bewerben. Im Rahmen von Marketing- und Anzeigenkampagnen ist erstmals auch die Auflage einer Hotelbroschüre geplant, in der sich deutsche Spitzenhotels präsentieren können. In Planung sind die Themenjahre 2008 „Schlösser und Parks – Romantisches Deutschland“ und 2009 „Land der Regionen und Städte“ sowie 2010 „Essen – Kulturhauptstadt Europas“.

Bei weiterhin erfolgreichem Marketing geht die DZT davon aus, dass die Übernachtungszahl ausländischer Gäste bis zum Jahr 2015 auf knapp 61Mio. pro Jahr steigen wird. Dies hätte weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, wie die DZT anhand von Simulationsrechnungen belegen will: So könne das Bruttoinlandsprodukt bis 2015 kumuliert um 17,9 Mrd. Euro steigen. Die Steuereinnahmen würden damit um 5,4 Mrd. Euro wachsen. Karin Faulstroh


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