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Bioprodukte & Bioküche

Neues aus der Ölmühle Moog: Judith Moog (links) präsentiert Mohn- und Macadamia-Öl in Bio-Qualität Foto: Armin Leberzammer

Convenience mit Frische

Biofach in Nürnberg: Trend zu kochfertigen Produkten / Angebotspalette wird größer

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/9 vom 25. Februar 2012
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NÜRNBERG. Dass auch die großen Lebensmittelkonzerne den Trend zur Biokost erkannt haben, ist keine neue Erkenntnis. Neben diesen nutzen aber weiterhin kleinere, unabhängige Hersteller die Biofach 2012 als Plattform, um sich dem Fachpublikum zu zeigen.

Einkäufer konnten sich so über ein großes Angebot freuen. Bei den Lebensmitteln ist ein Trend zu kochfertigen Grundnahrungsmitteln zwischen unbearbeiteter Frischware und Convenience-Produkten auszumachen.

So zum Beispiel der Müsli-Hersteller Seitenbacher aus Buchen im Odenwald. Ja, man habe die Gastrobranche als Markt mit Zukunft erkannt, betonte Sarah Pfannenschwanz am Seitenbacher-Stand: „Bislang sind unsere Packungen entweder zu klein oder zu groß. Wir entwickeln deswegen gerade Portionsbeutelchen für Frühstückbuffets.“ Dabei seien Konservierungsstoffe natürlich tabu, was eine längere Aufbewahrung bislang erschwere.

Demeter Felderzeugnisse hatte einige neue – tiefgekühlte – Produkte mit nach Nürnberg gebracht, die auch für Restaurants, Bistros oder Großküchen interessant sein könnten. Mit dem „Julienne-Stifte-Mix“ bietet Demeter in Streifen geschnittene Möhren, Pastinaken und Kartoffeln aus biodynamischem Anbau. „Unsere Zutaten werden nach der Ernte separat gewaschen, geschnitten, blanchiert und vor dem Verpacken lose rollend schockgefrostet“, erläutert Franka Kreßlein das Herstellungsverfahren.

Fertige Mischungen wie diese oder der „Brunois-Mix“ (gefrorenes, gewürfeltes Suppengemüse) versprechen eine spürbare Arbeitserleichterung in der Küche. Ohne Qualitätseinbußen – wenn man denn Tiefkühlware frischen Produkten vorzieht. Für die schnelle Küche in der Kleingastronomie interessant sein dürften Neuheiten wie tiefgekühlte Frühlingsrollen oder Falafel. „Für Bistros und Cafés ideal“, so Kreßlein.

Bereits in der dritten Generation Verfechter einer nachhaltigen, gesunden und pestizidfreien Küche sind Dominik Tress und seine drei Brüder vom Biohotel-Restaurant Rose in Hayingen-Ehestetten. Neben dem Betrieb von drei Hotels und Restaurants auf der Schwäbischen Alb produziert die Rose Biomanufaktur mittlerweile auch Produkte wie Suppen, Salate oder vegetarische Bratlinge. „Wir bieten Gastro-Konzepte in Bio-Qualität, die den hohen Anforderungen von Demeter entsprechen. Für Köche, die damit arbeiten möchten, ist das sehr komfortabel“, so Dominik Tress.

Ebenfalls bei Hotels und Gastronomen expandieren möchte Friedrich Dieter, Geschäftsführer von Steinofen Bäcker aus Ibbenbüren. Mit innovativen Produkten wie Kamutsemmeln – auf der Grundlage einer alten Weizensorte – könne ein Betrieb mit „relativ wenig Geld viel erreichen“, so Dieter. Die üblichen Brötchen habe jeder, aber mit außergewöhnlichen Backwaren könne man sich von der Konkurrenz
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abheben.

Rund 40.000 Fachbesucher aus mehr als 100 Ländern waren auf der Biofach in Nürnberg unterwegs. Mit knapp 2500 Ausstellern ist die Zahl der Aussteller gegenüber dem Vorjahr allerdings erneut leicht gesunken.

Armin Leberzammer




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