Konzepte: Curry One in Berlin
Currywurst auf Porzellan
BERLIN. Während sich die Geister beim Thema „Currywurst mit oder ohne Darm“ scheiden, ist man sich über eine Sache einig: Für einen guten Geschmack kommt es vor allem auf die richtige Sauce an. So es ist auch bei Curry One. Die Sauce ist das Aushängeschild der Imbiss-Kette, die 2010 den ersten Wagen in Berlin eröffnete.
Inzwischen gibt es Curry One an vier Standorten in der Hauptstadt, und es sollen mehr werden. „Wir wollen im Herbst mit einem weiteren Curry One an den Start gehen, bis 2015 sollen es in Berlin zehn sein“, sagt Inhaber Alexander Freund. Seine Lebensgefährtin Mandy Hesse kümmert sich um das operative Geschäft, während der Gastronom, der bereits mehrere Strandbars sowie ein Restaurant in Berlin betreibt, die Idee entwickelt hatte. Dabei würden sich seine Imbiss-Buden nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Ausstattung von anderen unterscheiden.
Kein Alkoholverkauf
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
So sind die Curry Ones in Container untergebracht, die normalerweise als mobile Büros genutzt werden. Diese wurden umgestaltet und durch kräftige Rottöne aufgepeppt. Innen befindet sich eine funktionale Küche, die „auf dem neuesten Stand der Technik ist und nicht wie bei anderen aus gebrauchten Geräten besteht“, sagt Freund. Schließlich legt er auf Sauberkeit und Ästhetik größten Wert.
Doch es gibt noch mehr Kriterien, mit denen sich Alexander Freund und Mandy Hesse von gewöhnlichen Imbiss-Buden absetzen möchten. So gehören bei Curry One auch Kartoffelecken und Putensteaks zum Angebot, die Gerichte werden auf Porzellanteller serviert. Auf alkoholische Getränke verzichtet man, die sogenannte „Biertrinkerfraktion“ soll nicht ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
weiter mit Mausklick... sein.
Perfekte Rezepte
Über allem steht bei Curry One die Sauce, die nach sechswöchiger Testphase entwickelt wurde. „Wir haben uns damit wirklich sehr viel Zeit gelassen, haben vor dem Mischen viel gelesen und sind so auf das perfekte Rezept gekommen“, findet Mandy Hesse. Natürlich sind die Zutaten geheim, lediglich zwei Bestandteile werden bekannt gegeben. „Apfelmus und Cola sind darin enthalten. Es ist zwar ungewöhnlich, schmeckt aber super“, ist sich die Geschäftsführerin sicher. Alle zwei Tage wird die Saucefrisch zubereitet. Früher hat Hesse das in der eigenen Küche gemacht, mittlerweile ist diese dafür zu klein.
Die Würste werden von einer Brandenburger Fleischerei eigens für Curry One hergestellt und bereits bei der Zubereitung mit Curry gewürzt. Auch bei den Brötchen ist man von normalen Schrippen auf Milchbrötchen umgestiegen, „die lassen sich besser in die Sauce tunken“, erläutert Hesse. Dies sei auch bei Kindern besonders beliebt, die im Übrigen sorgenfrei schlemmen können. Denn die Sauce ist nicht besonders scharf. Wer es feuriger mag, kann mit dem bereitstehenden Tabasco oder Chili nachwürzen. Und noch eine Besonderheit: Curry One lockt unter anderem mit der sogenannten „Curry-Lette“, der Boulette mit Currysauce. Das sei in der Branche ebenfalls nicht ganz alltäglich, meint der Inhaber.
Aber gibt es in Berlin nicht schon mehr als genug Curry-Wurst-Buden? Freund ist sich bewusst, dass der Markt in der Hauptstadt hart umkämpft ist. Aber es gebe keine wirklich hochwertigen Betriebe in dem Bereich. „Das, was wir gesehen haben, hat uns, vor allem was Hygiene und Ausstattung betrifft, überhaupt nicht gefallen“, berichtet er. Denn vor Eröffnung seiner Kette hat der Currywurstliebhaber sich nicht nur durch sämtliche Imbiss-Buden in der Hauptstadt gegessen, sondern diese auch genauestens unter die Lupe genommen. Daraufhin hat er entschieden, sich nicht nur mit der Sauce, sondern auch mit einer „Top- Küchenausrüstung, freundlichem PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
weiter mit Mausklick... und einer 1-A-Hygiene“, wie er betont, von den anderen abzusetzen. Ein erster Anfangserfolg gibt dem Gastronom Recht.
Expansion geplant
Da man vom Konzept überzeugt ist, sucht der Erfinder nach weiteren Standorten in Berlin, schließlich zahle sich gerade im Cent-Geschäft eher die Masse aus, wie Freund weiß. Sobald man sich dann in der Hauptstadt etabliert hat, will der Gastronom seine Idee deutschlandweit als Franchise vermarkten.




