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DEHOGA klagt in Karlsruhe

Verband legt gegen das Rauchverbot Verfassungsbeschwerde ein / Revision gegen VG-Media-Urteil

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/38 vom 22. September 2007
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BERLIN. Der DEHOGA Bundesverband unterstützt ein gerichtliches Vorgehen seiner Landesverbände Niedersachsen und Baden-Württemberg gegen das Rauchverbot in der Gastronomie. In zwei bis sechs Wochen soll eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingereicht werden. Außerdem wird der DEHOGA Bundesverband gegen das jüngste Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) in Hamm vor dem Bundesgerichtshof Revision einlegen. Demnach müssen Hotels nur für das Weiterleiten von Fernsehprogrammen auf die Gästezimmer eine zusätzliche Gebühr an sogenannte urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften zahlen.

Zum Thema Klage gegen das Rauchverbot betonte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges gegenüber der AHGZ: „Dies ist kein Nein zum Nichtraucherschutz.“ Allerdings sei es auch Aufgabe des Verbandes, Mitgliedern, die vom Rauchverbot massiv wirtschaftlich betroffen seien, nämlich Besitzern von Einraum-Lokalen und Betreibern von Discotheken, Hilfe zu gewähren. Rückenwind in dieser Sache verspricht ein Gutachten, das der Verfassungsexperte Rupert Scholz für den DEHOGA erstellt hat. Dieses kommt zu dem Schluss, das zumindest Teile der Gesetze nicht verfassungskomform seien. Unterdessen hat der Karlsruher DEHOGA am vergangenen Mittwoch eine Demonstration betroffener Wirte in der Fächerstadt organisiert.

Peter Schmid, Vorsitzender des Landesverbandes: „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie der Staat durch ein solches Gesetz wichtige Teile unserer Branche ruiniert.“ Ihm sei zwar bewusst, dass es auch Bereiche in der Branche gibt, die mit dem Rauchverbot gut klarkommen. „Wir können die Not der Kleinen und der Discotheken aber nicht ignorieren“, so Peter Schmid.

Andere Sorgen plagen indessen die Hoteliers. Hotel-TV wird möglicherweise teurer. Ein Essener Hotel hatte vor dem OLG Hamm gegen die VG Media geklagt und verloren. Die VG Media vertritt die Rechte einer Vielzahl privater Fernsehsender. Ihre Gebührenforderung liegt bei 6,80 Euro pro Zimmer und Jahr. Hiergegen legt der DEHOGA jetzt Revision ein. Ingrid Hartges: „Wir sehen es grundsätzlich als unsere Aufgabe an, Belastungen von den Betrieben fernzuhalten und für Rechtssicherheit zu sorgen.“ Dabei lege man Wert darauf, sich sowohl für die Belange der Kleineren, etwa beim Thema Rauchverbot, als auch für die Größeren (Hotel-TV) zu engagieren. Die Solidarität der Branche sei jetzt gefordert, so die Hauptgeschäftsführerin. Holger Zwink

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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Fabrizio Covre
Fabrizio Covre

03.01.2008 um 20:54

Betreff: Kommentar zum Artikel

Jetzt ist der Moment gekommen um der Politik einen Denkzettel zu verpassen. Man kann überall auf den Plakaten von der CDU und der SPD lesen "wir stehen für die Gerechtigkeit". Ich frage mich mit welchem Recht hat uns die Politik das Recht weggenommen in unserem Eigentum das rauchen zu erlauben. ist das die Gerechtigkeit von der Politik Wir Gastronomen müssten normalerweise streiken, wie die Leute von der Bahn. Alle Leute nach Hause schicken. Und die Presse schweigt immer noch, obwohl es uns wirtschaftlich so schlecht geht. Ist die Presse vielleciht auch so korrupt wie in Italien

Claus Meister,37441 Bad Sachsa
Claus Meister,37441 Bad Sachsa

19.11.2007 um 10:53

Betreff: Kommentar zum Artikel

Es muß den Betreibern von Gaststätten überlassen bleiben ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal Betreiben wollen. Die einzigste Regelung kann nur in einerweitsichtbaren Kennzeichnung des Lokals bestehen.Es ist kein Nichtraucher gezwungen ein Raucherlokal zubetreten.

Fabrizio Covre
Fabrizio Covre

31.10.2007 um 16:00

Betreff: Kommentar zum Artikel

Ich betreibe ein Eiscafe im Leine Einkaufszentrum in Laatzen. Den Betrieb gibt es schon seit 35 Jahren, durch das Rauchverbot, müssen wir drastisch Personal abbauen oder schließen. Jeden Tag muss ich mir von meinen Raucherkunden anhören lasse,. dass wir sie in stich gelassen haben. Früher hatten wir eine Nichtraucherzone, und jetzt sind sie der Meinung, dass die Raucher nicht gerecht behandelt werden, da es keine Raucherzonen gibt. Aber für eine Raucherzone sind die Kosten einfach zu hoch. Ich finde, dass die Politik uns in Stich gelassen hat. In öffentliochen Gebäuden finde ich das Rauchbverbot in Ordnung, aber in Privaten sollte es dem Eigentümer überlassen werden, ob er das Rauchen verbietet.Und der Kunde kann selbst entscheiden, ob er die Räume, in denen geraucht wird, betritt oder nicht. Außerdem arbeite ich seit fast 35 jahren in der Gastronomie und habe noch nie geraucht und das war meine freiwillige Entscheidung. Die Politik will immer mehr Demokratie, aber die Raucher werden jetzt diskriminert.