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Experten im Dialog: (von links) Konrad Jelden, Jürgen Hörig, Ernst Karl Schassberger und Roland Zadra Foto: Dietmar Pleil

Branche aktuell

Der Gast braucht echte Liebe

Diskussionrunde im Romantik Hotel Schassberger zu Rollenverständnis, Kundenwünschen und Knackpunkten beim Service

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/14 vom 7. April 2007
von  

EBNISEE. „Gastronomie ist ein Gebiet, das Leidenschaft erfordert.“ Das ist die Kernaussage von Ernst Ulrich Schassberger, der mit seiner Schwester Ulrike das Romantik Hotel Schassberger führt www.schassberger.de ). Die Geschwister hatten an den Ebnisee eingeladen, um mit Journalisten, Touristikern und dem Präsidenten der Romantik Hotels & Restaurants, Roland Zadra zu diskutieren.

„Aufgabe jedes Gastgebers ist es, die Gäste glücklich zu machen. Diesem Kriterium wird bei anonymen Tests der Romantik Hotelgruppe ein besonderes Gewicht beigemessen, wenn es darum geht, ob ein Haus als neues Mitglied in Frage kommt“, berichtete Roland Zandra. Aber damit nicht genug: „Die Küche muss ein Herz haben und auch das Regionale berücksichtigen“, so der Chef der Hotelkooperation.

Echte Gastfreundschaft forderte auch Konrad Jelden. „Gäste fühlen sich nur dann wohl, wenn sie sich auch angenommen fühlen“, so der Vorsitzende des Ebniseevereins. Dabei dürfe es keine Unterschiede nach Einkommen oder gesellschaftlicher Stellung geben. Die asiatische Hotellerie sei diesbezüglich vorbildlich.

Aufgabe des Hotel- oder Restaurantchefs sei es, die Gastfreundschafteinzufordern, vorzuleben und Mitarbeiter entsprechend zu motivieren, so die These von Ernst Karl Schassberger. Er müsse Vorgaben machen, diese aber auch glaubhaft mittragen. Um ein perfekter Gastgeber zu werden, müsse ein künftiger Patron schon in jungen Jahren Passion und Freude entwickeln.

Zur Sprache kamen am Ebnisee weitere Erwartungen des Gastes. Touristiker Konrad Jelden: „Der Gast, der ein gehobenes Hotel betritt, erwartet auch, dass im dortigen Angebot die Landschaft mit einbezogen wird.“ Ihm genüge es nicht, an der Rezeption einen Prospekt in die Hand gedrückt zu erhalten. Vielmehr erwarte er Aktivitäten in der Umgebung, zumindest aber Tipps und Anregungen. Eine Einschätzung, die Diskussionsleiter Jürgen Hörig vom Südwestrundfunk teilte. „Dem Gast ist Freundlichkeit wichtiger als ein akurat ausgerichtetes Gedeck oder schön gefaltete Handtücher im Bad seines Zimmers.“ Ebenso simpel wie treffend die Schlussthese von Romantik-Chef Roland Zadra: „Zum Umgang mit dem Gast gehört Fingerspitzengefühl.“Dietmar Pleil

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