Branche aktuell
Der Zukunft auf der Spur
Der Deutsche Hotelkongress zeigt Hoteliers die Megatrends der Branche / Namhafte Referenten und Podiumsdiskussion
STUTTGART/FRANKFURT/M. Dicke Sitzkissen und Wasserpfeifen in der gehobenen Tagungshotellerie? Passt nicht, könnte man meinen. Olaf Feuerstein verwirklichte vor gut sechs Jahren eine unkonventionelle Idee: Die Orient-Lounge in seinem Hotel Freizeit In in Göttingen. Er wollte ein neues Highlight für seine Tagungsgäste und adaptierte ein Konzept, das er auf einer Gastro-Exkursion in Istanbul kennengelernt hatte. Ein mutiger Schritt, der seinen Gewinn steigerte.
Olaf Feuerstein kannte seine Hauptzielgruppe gut, um zu wissen, dass sie sich für 10 Tabaksorten, Shisha-Rauchen und Bauchtänzerinnen begeistern würde. Wie wichtig es ist, die Wünsche der eigenen Zielgruppen zu spüren, davon erzählt der Geschäftsführende Gesellschafter des Hotels Freizeit In beim Deutschen Hotelkongress 2008 am 22. Januar. Dem etablierten Branchenevent Hotelier des Jahres geht im kommenden Jahr erstmals ein Fachkongress im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt voraus, bei der Branchengrößen zu Fachthemen referieren. Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) veranstaltet beide Ereignisse und begleitet sie redaktionell.
Als besonderes Highlight ist eine Podiumsdiskussion nach der ersten Tageshälfte angesetzt (ausführliches Programm zum Kongressablauf auf Seite 24). Die Zuhörer sind hautnah dabei, wenn erfahrene Hoteliers debattieren, wie die Zukunft des Hotelmarktes aussehen könnte. Elke Schade (Neue Dorint GmbH), Carsten K. Rath (Arabella Hotel Holding International GmbH & Co KG), Horst Rahe (Arkona AG) und Stephan Gerhard (Treugast Solutions Group) nehmen zum Vortrag von Olaf Feuerstein Stellung und erörtern auf dem Podium: Ist Zielgruppenorientierung ein lukrativer Wachstumspfad oder kostenträchtiger Irrweg?
Die Teilnehmer der Diskussionsrunde sowie weitere sieben namhafte Referenten (Seite 24) plädieren zwar für unterschiedliche Erfolgkonzepte, in einer Sache sind sie sich jedoch einig: Der Druck auf dem Markt erfordert permanente Marktbeobachtung auch über die eigenen Grenzen und Branche hinweg. Lebenslanges Lernen, Perspektivwechsel und Networking sind gefragt. Wozu beim Kongress ausreichend Gelegenheit besteht. Das Treffen bietet die einmalige Chance, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und das eigene Netzwerk mit vielen neuen Kontakten zu erweitern. Eines der Megathemen ist und bleibt Innovation. Ein großes Wort. Statt echter Neuerung verbirgt sich dahinter aber häufig nur Ingenieurspielerei. Punkten kann die Hotellerie nur mit Ideen, die den Kunden entlasten und begeistern. Welche Strategien dazu notwendig sind, darüber spricht Jan Hein Simons, Geschäftsführer der NH Hoteles Deutschland GmbH. Simons definiert für seine Kette den Innovationsbegriff so: „Innovativ bedeutet, der Konkurrenz ein Stück voraus zu sein“. Der Hotelier weiter: „Wenn man als Hotel wirklich einhält, was man dem Gast im Hochglanzprospekt alles versprochen hat, dann ist das innovativ.“ Trotz dieses Anspruchs baut Simons auf ein „sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis“ (Seite6).
Eine These, die Welf J. Ebeling, Executive Vice President & COO von The Leading Hotels of the Word, sicherlich nicht so stehen lassen wird. Er setzt auf die Luxushotellerie, die ihre Gäste mit Überfluss auf allen Ebenen begeistert. Beim Hotelkongress trägt Ebeling seine persönlichen Erfahrungen aus der Luxushotellerie vor.
Der Countdown läuft
Das große Ereignis für die Hotellerie rückt näher. Und wer sich beeilt, kann noch bis zum 14. Dezember vom Frühbucher-Preis profitieren. Für AHGZ-Abonnenten gibt es Sonderkonditionen. Besonders attraktiv ist der Veranstaltungsort wenige Minuten vom Flughafen entfernt. Denn Gäste, die auch die Veranstaltung Hotelier des Jahres besuchen, wechseln nach dem Kongress unkompliziert ins benachbarte Sheraton Frankfurt Hotel & Towers. Dort erleben sie nach einem faktenreichen Tag von 17 Uhr an die glamouröse Preisgala und feiern mit den Preisträgern. Alexandra Lindinger
