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Die Frage der Woche
Nachfolge
Die Eltern haben Erfolg, doch die Kinder winken ab. „Warum finden sich für viele Gastro-Betriebe keine Nachfolger?“ Diskutieren Sie mit auf unserer Community-Plattform
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Erste Hilfe Ein Horrorszenario: Plötzlich sackt ein Gast leblos zu Boden. mehr...
Das ist aber beileibe keine aktuelle Erscheinung und mit Verlaub sogar ein alter Hut; schon vor ewigen Zeiten gab es unterschiedliche Ansichten, Bewertungen und Einschätzungen zwischen Alt und Jung bezüglich einer Betriebsübergabe - geprägt von Enthusiasmus bis zum völligen Desinteresse. Bei einer Übergabe an Dritte kann man zumindest in der Regel letzteres erst einmal ausschließen und bei den "Insidern", den direkten Nachkommen der Betreiber kann man eine negative Einstellung mitunter gar nachvollziehen?, gerade wenn "die Alten" immer noch im Hintergrund lauern. Und wenn wie vor einiger Zeit in dieser Zeitschrift zu lesen, ein älterer, angeblich gestandener Betriebsinhaber einen in der Regel exzellent ausgebildeten, aktiven jungen Hoteldirektor mit den Worten, "der kann ja nur delegieren" als potentiellen Nachfolger ablehnt, fällt einem in Regel gar nichts mehr ein? Dummheit stirbt eben auch nie aus.
In anderen Sparten und Geschäftsfeldern hat man sich schon daran gewöhnt, dass sich die Nachfolger nicht immer aus der eigenen Familie generieren lassen. Vor Jahren war dies bei den Handwerksbetriebenein großes Thema und nun trifft dies auch unsere Branche und die Landwirtschaft. Kinder in Kleinbetrieben erleben jeden Tag was es heißt einen solchen Betrieb zu führen: kein Wochenende, keine 40-Stunden-Woche und auch keine 6 Wochen Urlaub. Geringes Einkommen und dann soll man auch noch "Mädchen für alles "sein. Sich außer im erlernten Beruf auch noch mit Buchhaltung, Marketing, Arbeitssicherheit, Betriebs- und Mitarbeiterführung, auskennen. Auf dies alles lässt sich nur noch ein, wer seinen Beruf liebt und am Familienbetrieb hängt.
In anderen Sparten und Geschäftsfeldern hat man sich schon daran gewöhnt, dass sich die Nachfolger nicht immer aus der eigenen Familie generieren lassen. Vor Jahren war dies bei den Handwerksbetriebenein großes Thema und nun trifft dies auch unsere Branche und die Landwirtschaft. Kinder in Kleinbetrieben erleben jeden Tag was es heißt einen solchen Betrieb zu führen: kein Wochenende, keine 40-Stunden-Woche und auch keine 6 Wochen Urlaub. Geringes Einkommen und dann soll man auch noch "Mädchen für alles "sein. Sich außer im erlernten Beruf auch noch mit Buchhaltung, Marketing, Arbeitssicherheit, Betriebs- und Mitarbeiterführung, auskennen. Auf dies alles lässt sich nur noch ein, wer seinen Beruf liebt und am Familienbetrieb hängt.
Cornelia M. Kausch, Berlin
08.02.2012 um 11:17
Betreff: Nachfolger
Trotz 200 jähriger Familientradition, konnten auch meine Eltern uns Kinder nicht als Nachfolger für die "Post" in Nagold gewinnen. Meine Geschwister wollten nicht und ich war noch zu jung um damals - 1984 - die Verantwortung zu übernehmen. Sicherlich, eine Kindheit im elterlichen Betrieb ist geprägt durch die Tatsache, dass der Gast die Priorität eins hat und die Kundenorientierung sowie alle Details die in direktem Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen, an erster Stelle kommen. Auch die schlaflosen Nächte aufgrund von finanziellen Zwängen bleiben nicht aus. Entweder man integriert sich im Laufe des Alter werdens in den Betrieb oder aber man grenzt sich ab. Fakt ist, die Hotellerie und Gastronomie prägt uns nachhaltig für den Rest unseres Lebens. Aus meiner heutigen Sicht, kann ich nur sagen, einen elterlichen Betrieb zu übernehmen funktioniert mit Leidenschaft, Engagement, Durchsetzungsvermögen, Biss, Elan und der Rolle als Gastgeber, mit hervorragenden Investoren auf Dauer dann doch. Denn