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Die Frage der Woche
Leitungswasser
Weil die Qualität gut ist, bestellen immer mehr Menschen schlichtes Leitungswasser. „Soll man als Gastronom dafür kassieren?“
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Erste Hilfe Ein Horrorszenario: Plötzlich sackt ein Gast leblos zu Boden. mehr...
Ist es eine nette Geste des Hauses, so wird sich der Gast jederzeit daran gerne zurück erinnern und es bei der einen und anderen Gelegenheit gerne erwähnen.
Liebe Frau Andruschkewitsch,
dann sollten Sie das auch gleich so formulieren; wenn Ihnen Besucher fremder Veranstaltungen das Haus als Nichtkonsumenten einrennen, gibt es aber doch auch andere Möglichkeiten ? auch für die Toilettenbesuche.
Aber Wasser im Krug auf Wunsch oder ungefragt ist eine mehr als nur nette Geste.
Nichts für ungut!
Die Diskussion finde ich nicht nur kleinkariert, sondern auch ignorant! Kommt keiner auf die Idee, dass vielen Gästen die Flasche Wasser, die mehr kostet als ein guter Obstsaft, einfach zu teuer ist? Und wer meint, 'die sollten ihr Wasser dann doch besser zu Hause trinken', hat wohl keine Gäste nötig und eigentlich auch keine verdient. Mit dem freundlich servierten Glas Leitungswasser ohne benanntem Preis ließen sich sicher Kunden binden - wahrscheinlich auch neue anlocken - die dann auch frohgemut etwas verzehren, wahrscheinlich auch Wein trinken.
Geehrte Herren,
danke für den dezenten Hinweis. Ich weiß wohl was gelebte Gastfreundschaft ist und lebe diese täglich mit dem Gast zusammen.
Es geht nicht um das Glas Wasser um ein Medikament einzunehmen oder zur Ergänzung zur Flasche Wein sondern um z.B. die Freilichtspielbesucher die Stunden auf der Terrasse sitzen zu 1 Tasse Kaffee und dem kostenlsoen Krug Wasser um den Proben zu folgen oder auch diesen Besuchern, die ohne Verzehr die Toilette benutzen, weil die öffentliche Toilette zu weit weg ist oder zu schmutzig oder die Herrschaften, die nur ein Glas heißes Wasser bestellen um ihren eigenen Teebeutel zu benutzen usw.
In vielen Ländern ist es ein guter Brauch und eine sehr schöne Geste, Besuchern und Gästen eine Karaffe frischen Wassers zu kredenzen, unaufgefordert!
Die Diskussion in diesem Forum hierüber und über die geradezu schon kleinkarierte Pfennigfuchserei zeigt dramatisch auf, wo die gelebte und erforderliche Gastfreundschaft oder neudeutsch "hospitality" bei einigen Betreibern hierzulande hin- oder soll man sagen hin verkommen ist.
Wenn ich mit solchen Banalitäten meine Bilanz aufbessern muss und hierzu gehören auch einige andere versuchte Abzockversuche, habe ich meinen Job weder gelernt noch richtig kapiert.
irgentwie erinnert diese Diskussion an Shell. Die verlangen tatsächlich Geld für das Aufpumpen der Autoreifen. Liebe Gastronomen, wie fühlen sie sich bei Shell. Aral geht doch auch, oder?
@ Adelheid Andruschkewitsch: Natürlich hat unsere Arbeit ihren Wert und sollte vom Gast entsprechend honoriert werden. Und Sie haben Recht: Nur dann kann dies auch in Form von Gehältern an die Mitarbeiter/innen weitergegeben werden.
Trotzdem plädiere ich dafür, das Leitungswasser ohne eigene Berechnung an die Gäste zu geben. Klar ist dabei, dass die Kosten dafür auf alle anderen Speisen und Getränke umgelegt werden sollten, wie es schon mit vielen anderen Leistungen in der Gastronomie passiert, die auch nicht separat ausgewiesen und bepreist werden (Brot und Butter, Salz und Pfeffer, Ketchup und Senf, aber auch Reinigung, Wäsche, Bruch, GEZ, GEMA, Abnutzung und Instandhaltung, etc. etc.).
Der Grund, Leitungswasser nicht separat auszupreisen, ist dabei ein rein psychologischer: Die Gäste würden es einfach nicht akzeptieren und die schlechte Laune bei Gästen wäre vorprogrammiert. Falls Sie "Umgang mit Reklamationen" trainieren möchten, wäre das der ideale Zustand (ich schreibe das mit einem Augenzwinkern), ansonsten aber sind uns doch gut gelaunte Gäste lieber, denn diese machen einfach mehr Spaß, mehr Freude und mehr Umsatz.
Weshalb nicht von anderen Ländern etwas übernehmen um unsere Unkosten zu decken. Würden es alle Gastronomen in Deutschland einführen wie in Italien, würde der Aufschrei schnell verstummen, da es ja überall so wäre. Ich weiß wohl das ist ein Wunschtraum, aber in allen anderen Sparten ist es selbstverständlich, dass Diesntleistung seinen Preis hat. Weshalb darf unsere gastronomische Dienstleistung nicht mindestens genau so viel wert sein und somit auch die Arbeit Aller in der Gastronomie? Nebenbei beklagen wir den Fachkräftemangel und dass die guten Mitarbeiter ins Ausland abwandern wo ihre Dienstleistung honoriert wird.
Die schweizerische "20 Minuten Online" berichtete kürzlich von einem Betrieb in New York, wo man Hahnenwasser (wie das Leitungswasser in der Schweiz heißt) für 5 Dollar pro Liter genießen kann. Es wird vor dem Genuss noch achtfach gefiltert und nach Wunsch auch angereichert, aber letztendlich bleibt es Leitungswasser (Link zum Artikel: http://www.20min.ch/finance/news/story/15633188).
Auf der anderen Seite genieße ich das Glas Leitungswasser zum Espresso und würde es für falsch halten, dies extra zu berechnen.
Aus den USA kennen wir die Karaffe mit Leitungswasser und Eiswürfeln, die überall kostenlos auf den Tischen steht. In Wirklichkeit ist auch sie natürlich nicht kostenlos, sondern wird in den Preis der Gerichte auf der Speisekarte mit eingerechnet. Sie scheint für den Gast nur kostenlos zu sein.
Und so sollten wir es in Deutschland auch halten, wenn man Leitungswasser anbieten möchte. Denn trotz aller Berichten über den Wert von Trinkwasser hat der Deutsche dennoch nicht das Gefühl, in einem Zustand oder Land mit Wassermangel zu leben, eher umgekehrt, und nach einem Sommer wie dem diesjährigen schon gar nicht.
Deshalb vermute ich einen Aufschrei der Empörung, wenn wir anfangen unsere Gäste in Deutschland für Leitungswasser zur Kasse zu bitten. Die Natur strotzt in saftigem Grün, es regnet gefühlt jeden Tag, wer möchte da noch für Leitungswasser extra bezahlen?
Der nächste Schritt wäre dann die Übernahme des italienischen "coperto" für Gedeck und Brot und der venezianischen Gebühr für die Musiker, selbst wenn diese gerade Pause machen (so selbst erlebt).
Bin ebenfalls der Meinung, dass die Gäste dafür zahlen sollten, denn auch das Wasser ist für den Gastronom nicht umsonst, hinzu kommen die weiter anfallenden Kosten. Wem dies nicht gefällt kann sein Wasser zu Hause trinken.
bei uns läuft das trinkwasser gekühlt über die schankanlage, und der Gast hätte das Wasser doch gerne im Glas oder in der Karaffe und an den Tisch serviert bekommen oder ?
für diesen Service darf amn wohl auch unkosten verrechnen
weshalb nicht, denn auch hier entstehen die gleichen Kosten für Löhne, Gebäude, Reinigung usw.
Frauke Zawada, Essen
10.08.2012 um 16:44
Betreff: Das Gesicht des Gastes...
... möchte ich sehen, wenn dann auf der Rechnung auch noch 10 l Toilettenwasser und 2 l Wasser zum Händewaschen stehen. Jetzt mal ehrlich Leute, da könnte sich sogar Scrooge noch ne Scheibe abschneiden. Wo soll das hinführen? Bzw. wo aufhören? Müssen Mütter, die darum bitten, das man das Aletegläschen in der Mikrowelle erwärmt noch 0,001 ? Strom extra zahlen? Natürlich sollten alle Leistungen bezahlt werden, aber solche Dienstleistungen legt man besser um auf das Essen. man sollte nicht vergessen, das Service oft mehr zufriedene Gäste hervorbringt, als kleinkariert hinter jedem Euro herzugeifern. Und nicht alles, was andere Länder machen ist auch toll, denn wer hat sich nicht schon im Ausland über auf dem Tisch stehendes Gebäck geärgert, das er dann hinterher total überteuert bezahlen mußte???