Anzeige

Anzeige

Gastkolumne

Die halbe Welt gehört den Frauen

Von Barbara Goerlich

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/15 vom 14. April 2007

Buchstabieren sich die „drei K“ im traditionellen Frauenbild heute anders? Hat sich zum klassischen „Kinder, Küche, Kirche“ als viertes K die „Karriere“ gesellt? Es mag so scheinen. Denn Frauen sind Sterneköchinnen, nehmen Führungspositionen in der internationalen Hotellerie ein und leiten Hotels. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Realität nicht ganz so rosig – oder weiblich – aussieht. Die wenigen Frauen, die international bedeutende Hotels leiten oder es zu Exzellenz in der Küche gebracht haben, sind eben noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Ganz im Gegensatz zum branchenprägenden Mittelstand.

Obwohl es keine exakten Zahlen gibt, liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte und Selbstständiger in Gastronomie und Hotellerie zweifellos über dem etwa bei Banken und Versicherungen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Struktur der Branche. Die Frau als Chefin, Führungskraft und Unternehmerin ist in Gastronomie und Hotellerie seit langem eine Selbstverständlichkeit. Frauen sind Identifikationsfigur und Vorbild für den Nachwuchs, gleich welchen Geschlechts.

Denn „Chefin sein“ klappt im eigenen Betrieb noch immer am schnellsten: Ob selbst gegründet, ererbt oder mit dem Partner. In unzähligen inhaber(innen)geführten Betrieben ist die Welt längst aufgeteilt. Frauen sind keineswegs nur „Die Frau an seiner Seite“, sondern als Mit-unternehmerin oder Inhaberin für den Betriebsablauf verantwortlich. Sie können dort das ausleben, was, so sagt man, dem entgegenkommt, was Frauen ohnehin besonders gut können: das im Betriebsalltag erforderliche Multi-Tasking, ihr Händchen fürs Atmosphärische und so fort.

Tatsache ist: Die Hälfte der Welt gehört den Frauen. Genau genommen, sogar mehr: Denn nach ihrem Anteil an der Weltbevölkerung sind Frauen sogar in der Überzahl. Man – und frau – muss es sich nur immer mal wieder klar machen.

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Kopf der Woche

Als Mitglied der Geschäftsführung beim prosperierenden Schnellgastronomie-Unternehmen Kochlöffel weiß er, dass Produktinnovationen zwingend notwendig sind. mehr...

Weitere Artikel aus Archiv vom 14.04.2007 :

Branche aktuell: Kopf der Woche (14.04.2007)
Branche aktuell: Franchisees kämpfen um Wienerwald (14.04.2007)
Branche aktuell: Restaurant Kolk (14.04.2007)
Branche aktuell: Tops & Flops (14.04.2007)
Branche aktuell: Werbeetat sorgt für Rekordbesuch (14.04.2007)
Branche aktuell: Hotelleitung übernommen (14.04.2007)
TAGUNGEN UND KONGRESSE Großes Wachstumspotenzial auch für kleinere Hotels: Trends aufgreifen und investieren (14.04.2007)
Branche aktuell: Wenn der Tester kommt (14.04.2007)
Interview der Woche: „Ganz Asien frühstückt Suppe“ (14.04.2007)
Branche aktuell: „Den Trend gibt es nicht“ (14.04.2007)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige

Die AHGZ bei Facebook

Aktuelle Jobangebote im Jobsterne-Stellenmarkt

Zu weiteren 40.000 Stellenangeboten

Frage der Woche

Nachfolge

Die Eltern haben Erfolg, doch die Kinder winken ab. „Warum finden sich für viele Gastro-Betriebe keine Nachfolger?“

Diskutieren Sie mit