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Nicht nur in Sachen Verköstigung spitze: Auch für die Außenanlagen der Rastanlage mit Terrasse, Kinderspiel- und Picknickplatz, Liegewiese und Spazierpfad konnten die Vogtländer kräftig Punkte einheimsen.

Grubitz

Aus der Branche

Die Karte wechselt vier Mal am Tag

Flexible Gastronomie macht der Autobahnraststätte Vogtland-Süd alle Ehre / Spitzenreiter bei internationalem Test

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/35 vom 28. August 2004

PLAUEN (jg). Beim europaweiten Raststättentest des ADAC setzte sich zum zweiten Mal in Folge die Tank- und Rastanlage Vogtland Süd durch. Unter 62 Bewerbern aus zehn Ländern glänzten die Plauener vor allem mit Familienfreundlichkeit und hohem Erholungswert. Auch die Gastronomie von Pächter Reinhardt Malzahn, in Testprotokollen als schmackhaft und interessant apostrophiert, schnitt sehr gut ab.

Umfassendes Angebot

Autobahnraststätte, das sei eine der großen Herausforderungen an die Gastronomie, sagt Malzahn: „365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, bewirten wir ein buntes und vielsprachiges Publikum.“ Geschäftsleute, Pendler, Fernfahrer sind oft Stammgäste. Hinzu kommen Reisebusse, Individualtouristen, Schulklassen, Berliner, Sachsen, Bayern – und jede Menge Ausländer. 1500 bis 2000 Gäste am Tag. Zur Ferienzeit häufig doppelt so viele. Das ist eine echte Herausforderung für das Angebot, das von Bratwurst bis zum Menü reicht. Die Vielfalt der Geschmäcker und Vorlieben kann nur bedienen, wer das Angebot geschickt spreizt. Schneller Imbiss, Salate, vogtländische Spezialitäten, variable Pasta-Offerten, permanent Fisch (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Fisch") und vegetarische Kost, deutet der 49-Jährige, der einst im Nobelhotel kochen lernte, das Spektrum an. „Der Gast bestimmt, was wir bringen“. Ständig neue Aktionen sollen aber auch den Appetit auf Unbekanntes anregen. Nicht alles wird zum Renner. Portugiesische Suppen kürzlich wurden von Kennern gelobt, aber die Masse der Gäste ließen sie kalt. Frühstück, Mittag, Abendessen, Nachtimbiss, die Karte wechselt viermal am Tag komplett. Hinzu kommt ein Angebot an Kaffee und hausgebackenem Kuchen. Von den 47 Mitarbeitern, darunter sieben Azubis, muss jeder in den Stoßzeiten alles können. Denn Reisende haben niemals Zeit. Von der Tankkasse an die Essenausgabe oder andere Serviceaufgaben ist es oft nur ein Schritt. Andererseits: drei Busse und dann sind 130 Plätze innen und 60 außen rasch gefüllt. Tempo ist da an der Speisentheke nicht alles.

Was nützt es Gästen, wenn sie mit vollen Händen verzweifelt nach freien Tischen spähen. Also gilt es flexibel zu sein. „Beim Füllen der Teller ein Auge für die Platzsituation im Restaurant haben und notfalls bremsen, ohne dass der Gast es gewahr wird“, plaudert Malzahn aus der Trickkiste an der Autobahn.

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