Branche aktuell
Die Lage ist längst nicht mehr alles
Ein Hotel muss an seinem Standort „Sinn machen“ / Experten beim Hotelforum in München
MÜNCHEN. „Lage, Lage, Lage“, wie einst Conrad Hilton zu sagen pflegte, scheint heute nicht mehr die heilsbringende Voraussetzung für ein profitables Hotelprojekt zu sein.
So jedenfalls klang es beim vierten Hotelforum in München an. Gut 100 Teilnehmer nahmen an der „Europäischen Branchenkonferenz für Hotel- und Immobilien-Professionals“ im Hotel Vier Jahreszeiten teil und beleuchteten umfassend die Hospitality-Branche aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Wenn also nicht mehr die Lage das einzige Kriterium ist, was dann? Intelligente Produkte und Konzepte allein können es auch nicht sein, wie manches Beispiel zeigt. Das klassische Hotel fächert sich heute auf in Produkt und Zielgruppe. Zudem müsse ein Hotel am Standort „Sinn machen“, waren sich die Experten einig. Schließlich wurden originelle Ansätze und Konzepte für Hotels präsentiert, die allerdings ihren Erfolg meist noch unter Beweis stellen müssen. Wie etwa die neuen Starwood-Marken „W“ und „Aloft“. Eine weitere Diskussionsrunde nannte sich „New Kids on the Block“. Dort waren „wachstumsträchtige Unternehmen der internatonalen Hotelbranche“ auf dem Podium vertreten. Dabei ging Olivier Dupont, bei der Wyndham Gruppe fürs Development zuständig, unter anderem auf die bisherige Franchisepraxis seines Unternehmens ein: „Wir haben beim Franchise viele Fehler gemacht“, gab er zu. (Siehe auch Seiten 3, 6) bg
