Diese Woche
Die Zeichen stehen auf Wachstum
AHGZ-Monitor: Gastronomen und Hoteliers schöpfen Hoffnung / Positive Prognosen
Stuttgart. Nach langer Durststrecke steigt im Gastgewerbe der Anteil der Optimisten. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen AHGZ-Monitors. Demnach sind nicht nur die Erwartungen der Befragten deutlich positiver als noch vor einem Monat. Im März rechneten rund 47 Prozent der Hoteliers und Gastronomen mit einer Umsatzsteigerung. Im Februar waren erst 38 Prozent der Befragten optimistisch. Auch die Geschäftszahlen von März zeigen, dass die Geschäfte für immer mehr Gastbetriebe besser laufen.
Wirtschafts- und Meinungsforscher verzeichnen ebenfalls positive Tendenzen für die deutsche Wirtschaft. Trotz Störfaktoren wie der Aschewolke über Europa oder der ungewissen Folgen der Finanzprobleme Griechenlands überwiegen Anzeichen für einen Aufschwung. So hat die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) festgestellt, dass das Konsumklima in Deutschland zurzeit so gut ist wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Der Abwärtstrend sei damit gestoppt, teilte die GfK mit (Seite 3).
Aufgrund der günstigen Entwicklung auf dem bisher schon stabilen Arbeitsmarkt rechnen die Konsumforscher damit, dass die Stimmung der Verbraucher weiter steigen wird. Denn die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem gemeinsamen Frühjahrsgutachten davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen 2010 im Durchschnitt um rund 40.000 sinkt.
Allerdings prognostizieren die Wissenschaftler auch, dass nicht alle Verbraucher mehr Geld zur Verfügung haben werden. Vor allem Einkommen aus Unternehmen und Vermögen werden demnach zunehmen, während die Einnahmen der Arbeitnehmer wohl real stagnieren werden.
Positiv für das Gastgewerbe ist auch das Ergebnis einer aktuellen Studie des Allgemeinen deutschen Automobil-Clubs (ADAC): Demnach wollen die Deutschen im Urlaub wieder mehr Geld ausgeben, der Anteil der Sparsamen nimmt ab. Nur noch 36 Prozent der Befragten wollen in den Ferien explizit sparen. Vor einem Jahr lag der Anteil der Schnäppchenjäger noch bei 43 Prozent. (Seiten 5, 9)
