Diese Woche
Drei Fragen an Marcus Smola
1. Wie sehen Sie die Zukunft der Kooperationen in Deutschland?
Die Markenbedeutung nimmt laut Marktforschern zu. Daher macht es Sinn für ein individuelles Hotel, sich einer Kooperation anzuschließen. Wenn ein Hotel wirklich einen Sprung nach vorne machen will, braucht es einen starken Partner. Die Frage ist: Schafft es diese Kooperation, Bedeutung zu haben im Markt? Im 3- bis
4 -Sterne-SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
weiter mit Mausklick... ist die Zahl der vertretenen Hotels entscheidend. Entweder ist eine Kooperation groß und hat Bedeutung, oder sie ist klein und dümpelt vor sich hin.
2. Wird es bei Kooperationen eine Konsolidierung geben?
Ich denke, dass es zu viele Zusammenschlüsse gibt. Die können nicht alle erfolgreich sein, weil sie die kritische Masse nicht erreichen. Früher oder später wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Es gibt Romantikhotels und Ringhotels, die mehr als 100 Hotels haben und wahrgenommen werden. Erfolgreiche Nischenanbieter gibt es nur wenige. Zum Beispiel Familotels, die klar positioniert sind.
3. Ist die Kreditklemme bei Ihren Mitgliedshotels ein Thema?
Auf jeden Fall. Die Villa Stokkum in Hanau, über die die AHGZ berichtet hat, zum Beispiel. Sie ist seit Jahren am Markt, wirtschaftet gut und ist ein solider Betrieb. Jetzt will sie in ihrem Kernsegment Tagung 3 Mio. Euro investieren und findet keine Bank, die dies finanziert. Dann kommt die Mehrwertsteuersenkung und sie bekommt trotzdem kein Geld. Das ist doch krank. Es gibt kaum eine deutsche Bank, die sich noch auf eine Hotelfinanzierung einlässt. Das Thema FinanzierungBeschaffung von monetären Mitteln für unternehmerische Aktivitäten.
weiter mit Mausklick... regelt bei Best Western jeder Betrieb für sich. Wir sind schon ein Teil der Gespräche, weil die Marke eine Rolle spielt, um Sicherheit zu bieten. Da haben wir weit mehr Bedeutung als noch vor zehn Jahren. Sonst ist der Betrieb gefragt: Wie ist er geführt? Wie ist er geratet? Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, eine gute Beziehung zu seiner Hausbank zu haben.
Marina Behre und Natascha Ziltz
