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Bio-Pioneer: Prinz Charles (rechts) mit Starkoch Eckart Witzigmann (Foto: Veranstalter)

Preise und Trophäen

Ehre für Prinz Charles

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/20 vom 15. Mai 2010
von Wolf Günthner

REMSHALDEN. Der britische Thronfolger Prinz Charles wird dieses Jahr mit dem internationalen Eckart-Witzigmann-Preis ausgezeichnet. Der 61 Jahre alte „Prince of Wales“ erhalte den Preis für seine herausragenden Verdienste um eine nachhaltige Landwirtschaft, teilte die Internationale Eckart-Witzigmann-Preis GmbH dazu in Remshalden (Rems-Murr-Kreis) mit.

Außerdem habe Prinz Charles durch seine Schirmherrschaft der Idee von Terra Madre zum Durchbruch verholfen, einem weltweiten Netzwerk von Bauern, Lebensmittelhandwerkern und Gastronomen. An der Preisverleihung am 12. Juli in Stuttgart kann der Sohn von Königin Elizabeth II. nicht teilnehmen, er werde sich aber in einer Video-Botschaft an die Festversammlung wenden. Der Neffe von Charles, Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, wird den Preis entgegennehmen.

Der britische Thronfolger hat angekündigt, im kommenden Jahr ins baden-württembergische Hohenlohe zu kommen und sich dort über die Förderung der regionalen Produkte ein Bild zu machen. An einer Begegnung auf dem Landsitz von Prinz Charles in Highgrove nahmen außer Starkoch Eckart auch der Berlinale-Direktor Dieter Kosslick und Carlo Petrini, Gründer und Präsident von Slow Food und Initiator der Terra-Madre-Bewegung, teil. Beide haben bereits einmal den Witzigmann-Preis erhalten, ebenso wie Schriftsteller Günter Grass, Künstler Tomi Ungerer oder die Spitzenköche Ferran Adrià und Harald Wohlfahrt.

Charles, der auf seinen Gütern ökologische Landwirtschaft praktiziert, schätzt den Preis „als ein Zeichen der Wertschätzung seines Einsatzes in der Welt der Kultur der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion“, hieß es in einer Mitteilung. „Ich bin bewegt und glücklich. Diese Auszeichnung bestärkt mich in meiner Begeisterung, mich mit aller Kraft für die Ziele von Terra Madre einzusetzen – zu Hause ebenso wie weltweit“, so Charles. Der Prinz hatte bereits 1986 die „Duchy Home Farm“ auf biologischen Landbau umgestellt. Er setzt sich zudem für den Erhalt seltener Sorten ein.

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