Gastkolumne
Eigene Eventsschärfen das Profil
Von Andreas Pfeifer
Durch eine unverwechselbare Positionierung heben Sie sich im Gastgebermarketing vom Wettbewerb ab – dies gilt auch für Eigenevents in der Hotellerie und Gastronomie. Finger weg von austauschbaren Veranstaltungen. Entscheiden Sie immer anhand Ihrer Positionierung, ob ein Veranstaltungsthema zu Ihrem Hotel oder Restaurant passt.
Schaffen Sie Veranstaltungen mit Erzählwert. Spricht man über Ihre Veranstaltungen, dann spricht man auch über Ihr Haus. So verankern Sie Botschaften bei Ihren Zielgruppen: bei Gästen (Kundenbindung), Interessenten (Neukundengewinnung), Journalisten (Meinungsbildung) und nicht zuletzt bei Ihrem eigenen Personal (Mitarbeitermotivation). Gehen Sie bei Veranstaltungsformat und -thema auf die Wünsche Ihrer Gäste ein, ohne es allen recht machen zu wollen.
Wenn von Ihren Events keiner etwas weiß, dann kommt auch keiner. Binsenweisheit? Sicher, aber trotzdem versäumen Veranstalter häufig, Zielgruppen rechtzeitig zu informieren. Neben den klassischen Maßnahmen wie Flyer, Plakat, Speisekarteneinleger, Tischaufsteller, Pressemitteilung und Newsletter setzen Profis im Eventmarketing auf Kommunikation im Social Web: Bewerben Sie Ihre Veranstaltung auf Ihrer Facebook-Fanpage und bei Xing, twittern Sie Termine und Themen, geben Sie die Veranstaltungsdaten bei den Eventportalen Ihrer Region ein.
Events leben von glaubwürdiger Umsetzung: Die Positionierung bestimmt das Thema und alle Bestandteile wie Künstler, F&B, Dekoration folgen dieser Linie. Anschauliche Beispiele: Waldhotel & Kräuterwanderungen, Altstadthotel & History Quest, Bio-Restaurant & Kochkurse zur Farbe Grün, historisches Hotel & geschichtliche Lesungen, Kreativrestaurant & Kunstworkshop, Designhotel & Modenschau junger Designer.
Beziehen Sie Gäste bei der Themenfindung durch Gewinnspiele oder Befragungen ein, aktivieren Sie Zulieferer und lassen Sie sich bei der ersten Konzeption Ihres Events von Profis helfen. Und dann: Tun Sie es.



Andruschkewitsch, Vellberg
08.11.2010 um 00:25
Betreff: Events
Geehrter Herr Pfeiffer, Sie haben größtenteils recht, aber wenn alle x Events anbieten, ist der Markt bald überlaufen und die Gäste gesättigt. Für kleine Betriebe ist dies kaum leistbar, denn für Hilfe von außen fehlt häufig das Geld und die Chefs sind oft zeitlich schon so überlastet, dass an die Organisation einr eigenen Veranstaltung kaum zu denken ist. Wir leben in einer Region, die gerade von Kunstevents, Vernissagen und Lesungen überhäuft wird, so dass manchmal kaum mehr Gäste da sind außer der Verwandtschaft und die Freunde der Künstler. kaum besser ist es mit Kochkursen. Viele Köche bauen eine Eventküche, die Landfrauen, Kräuterpädagoginnen und Hobbyköche bieten Kurse über die VHS, das Landwirtschaftsamt und in Schulküchen zu bezuschußten Spotpreisen an. Der Männerkockclub kocht im Küchenfachgeschäft, das Haushaltswarengeschäft bittet Events mit Fernsehköchen, der Kulturkreis kocht bei der AOK und die Genußradler laden zum Fischbüfett. Natürlich können wir Profis das besser, aber viele Kunden gehen nach dem Preis. Wir sollten uns auch mehr getrauen in die Geschäftsfelder anderer Branchen wie Landwirtschaft, Friseure, Blumengeschäfte usw. einzugreifen um unseren Wirkungsradius zu vergößern.