INTERVIEW DER WOCHE
Eine starke Familie mit einer guten Marke
Die Privatbrauerei Stauder verfolgt konsequent und mit Erfolg ihre Ziele
Herr Dr. Stauder, die Privatbrauerei Stauder ist in der sechsten Generation in Familienbesitz und gilt als Ikone der Branche. Wie viele Übernahmeangebote haben Sie schon ausgeschlagen?
Dr. Stauder: Im Laufe der Jahre gab es viele Interessenten für eine strategische Allianz, weil sie den strategischen Wert der Marke erkannten. Wir haben auch oft darüber nachgedacht, ob man nicht so das Potenzial der Marke schneller ausschöpfen kann, sind dann aber konsequent den Weg des Familienunternehmens gegangen.
Dr. Stauder: Wir haben vor mehr als 30 Jahren erkannt, dass wir als lokale Konsumbiermarke mit breitem Sortiment keine Überlebenschance gehabt hätten, und daher unseren eigenen Weg gesucht. Wichtig war immer, ein klares Ziel zu haben und konsequent darauf hin zu arbeiten.
Unsere Ziele waren, die exklusive Marke in der Gastronomie und der Preisführer in Flaschenbierbereich im Heimatmarkt zu werden. Beides wurde erreicht. Säulen unseres Erfolges waren die Konsequenz in der Markenführung und die kompromisslose Qualität. Unser Motto war, ist und bleibt: „lieber kleiner und feiner“. Wir sind die kleinste unter den nationalen Marken, aber etwas Besonderes. Es hat mit Exklusivität zu tun, dass man eine gewisse Größe nicht übersteigt und sich rar macht.
Dr. Stauder: Heute sind langfristige Prognosen schwer möglich, aber die Chancen für ein gut geführtes Familienunternehmen mit guten Marken stehen sehr gut.
Dr. Stauder: Wo es Probleme gibt, da sind auch Chancen und die sind mit einer starken Marke größer als die Risiken. Stagnation gilt heute schon als Erfolg. Mit der starken Marke und als Familienunternehmen müssen wir weiter Glaubwürdigkeit und Akzeptanz im Markt erzeugen. Mein Neffe Axel und mein Sohn Thomas sind von unserer Strategie absolut überzeugt und haben längst schon den Erweis erbracht, dass sie gut sind und das fortsetzen können.
Dr. Stauder: Ich bin weiterhin Gesellschafter und Vorsitzender des Beirates, der in unserem Familienunternehmen eine wichtige Rolle spielt. Meine Erfahrung und meinen persönlichen Bekanntheitsgrad werde ich nach wie vor einsetzen, um die Marke weiter bekannt zu machen.
Dr. Stauder: Ich hoffe, dass ich für den Sport und die Jagd mehr Zeit haben werde. Es ist wichtig, dass man aktiv bleibt. Die ehrenamtliche Herausforderung habe ich ja hinter mir mit dem Vorsitz des Deutschen Tennisbundes. Ich bin aber auch Vorsitzender des Initiativkreises im DEHOGA Bundesverband und vielleicht gibt es noch andere Aufgaben, wo ich gut mit helfen kann.


