Anzeige

Anzeige

INTERVIEW DER WOCHE

Eine starke Familie mit einer guten Marke

Die Privatbrauerei Stauder verfolgt konsequent und mit Erfolg ihre Ziele

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/5 vom 5. Februar 2005

Herr Dr. Stauder, die Privatbrauerei Stauder ist in der sechsten Generation in Familienbesitz und gilt als Ikone der Branche. Wie viele Übernahmeangebote haben Sie schon ausgeschlagen?

Dr. Stauder: Im Laufe der Jahre gab es viele Interessenten für eine strategische Allianz, weil sie den strategischen Wert der Marke erkannten. Wir haben auch oft darüber nachgedacht, ob man nicht so das Potenzial der Marke schneller ausschöpfen kann, sind dann aber konsequent den Weg des Familienunternehmens gegangen.

Was haben Sie und Ihr kürzlich verstorbener Bruder besser oder anders gemacht, um von einer kleinen lokalen Brauerei zu einem national erfolgreichen Unternehmen zu wachsen?

Dr. Stauder: Wir haben vor mehr als 30 Jahren erkannt, dass wir als lokale Konsumbiermarke mit breitem Sortiment keine Überlebenschance gehabt hätten, und daher unseren eigenen Weg gesucht. Wichtig war immer, ein klares Ziel zu haben und konsequent darauf hin zu arbeiten.

Unsere Ziele waren, die exklusive Marke in der Gastronomie und der Preisführer in Flaschenbierbereich im Heimatmarkt zu werden. Beides wurde erreicht. Säulen unseres Erfolges waren die Konsequenz in der Markenführung und die kompromisslose Qualität. Unser Motto war, ist und bleibt: „lieber kleiner und feiner“. Wir sind die kleinste unter den nationalen Marken, aber etwas Besonderes. Es hat mit Exklusivität zu tun, dass man eine gewisse Größe nicht übersteigt und sich rar macht.

Jetzt hat die sechste Generation das Sagen und die Verantwortung übernommen. Wie groß schätzen Sie die Chance, dass auch die siebte Generation einmal übernehmen kann?

Dr. Stauder: Heute sind langfristige Prognosen schwer möglich, aber die Chancen für ein gut geführtes Familienunternehmen mit guten Marken stehen sehr gut.

Wie sieht die aktuelle Überlebensstrategie für das Unternehmen aus?

Dr. Stauder: Wo es Probleme gibt, da sind auch Chancen und die sind mit einer starken Marke größer als die Risiken. Stagnation gilt heute schon als Erfolg. Mit der starken Marke und als Familienunternehmen müssen wir weiter Glaubwürdigkeit und Akzeptanz im Markt erzeugen. Mein Neffe Axel und mein Sohn Thomas sind von unserer Strategie absolut überzeugt und haben längst schon den Erweis erbracht, dass sie gut sind und das fortsetzen können.

Ziehen Sie sich nach 40 Jahren ganz aus dem Betrieb zurück?

Dr. Stauder: Ich bin weiterhin Gesellschafter und Vorsitzender des Beirates, der in unserem Familienunternehmen eine wichtige Rolle spielt. Meine Erfahrung und meinen persönlichen Bekanntheitsgrad werde ich nach wie vor einsetzen, um die Marke weiter bekannt zu machen.

Was haben Sie außerdem für ihren „Unruhestand“ geplant?

Dr. Stauder: Ich hoffe, dass ich für den Sport und die Jagd mehr Zeit haben werde. Es ist wichtig, dass man aktiv bleibt. Die ehrenamtliche Herausforderung habe ich ja hinter mir mit dem Vorsitz des Deutschen Tennisbundes. Ich bin aber auch Vorsitzender des Initiativkreises im DEHOGA Bundesverband und vielleicht gibt es noch andere Aufgaben, wo ich gut mit helfen kann.

Die Fragen stellte Gundula Marx

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Die Billigesser

Die Jagd auf Schnäppchen findet nicht nur in den Märkten für Unterhaltungselektronik statt. mehr...

Weitere Artikel aus Archiv vom 05.02.2005 :

Thema der Woche: Die Billigesser (05.02.2005)
Sonderthemen: Lösungen mit hohem Wohlfühlfaktor (05.02.2005)
Sonderthemen: Neubert mit neuem Hardside-Boxspringbett (05.02.2005)
Sonderthemen: Alles andere als „Ware von der Stange“ (05.02.2005)
Sonderthemen: Frische Ideen fürs unbeschwerte „Betterlebnis“ (05.02.2005)
MEHR ALS FÜNF MILLIONEN SIND OFFIZIELL OHNE ARBEIT: Die im Dunkeln sieht man nicht (05.02.2005)
zwei essen – einer zahlt: Ein Volk von Abzockern? (05.02.2005)
Sonderthemen: Ergonomie groß geschrieben (05.02.2005)
Sonderthemen: Wohlfühlen in der Horizontalen (05.02.2005)
Sonderthemen: Matratzen-Tipps (05.02.2005)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige

Die AHGZ bei Facebook

Aktuelle Jobangebote im Jobsterne-Stellenmarkt

Zu weiteren 40.000 Stellenangeboten

Frage der Woche

Nachfolge

Die Eltern haben Erfolg, doch die Kinder winken ab. „Warum finden sich für viele Gastro-Betriebe keine Nachfolger?“

Diskutieren Sie mit