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Kommentar

Ende gut,alles gut

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/35 vom 29. August 2009
von  

Im vergangenen Jahr hatte das Bieterverfahren begonnen. Damals machte die Meldung die Runde, Marriott wolle Steigenberger kaufen. Die Dementis ließen nicht lange auf sich warten. Was hätte eine Übernahme bedeutet? Vielleicht die Verbreitung der deutschen Traditionsmarke in aller Welt. Oder aber die Zerschlagung und damit das Ende von Steigenberger.

Jetzt ist es ganz anders gekommen: Steigenbergers neuer Eigentümer heißt Travco. Der Touristik-Konzern des ägyptischen Unternehmers Hamed El Chiaty bringt mit, was Steigenberger braucht: Kapital, Investitionsbereitschaft und Expansionslust. Die Ägypter fassen Fuß in der mitteleuropäischen Businesshotellerie – und die Deutschen zwar nicht in der ganzen Welt, wohl aber im Mittleren Osten. Auch die von Steigenberger-Vorstand André Witschi verfolgten Pläne, in Europa zu expandieren, lassen sich jetzt leichter umsetzen.

Beide Partner passen gut zueinander und setzen auch auf Synergien, etwa beim Verkauf. Da der neue Eigentümer keine Verschmelzungsgesellschaft in Europa hat, dürfte es (vorerst) bei der bestehenden Organisationsstruktur bleiben. Sicherlich wird der deutsch sprechende, ehemalige Tui-Aktionär Hamed El Chiaty für die bisherigen Eigentümer in den Aufsichtsrat rücken. Die vier Damen Steigenberger behalten aber drei Hotels, darunter der Frankfurter Hof. Die Pacht und die damit verbundenen Zusatzkosten wurden anscheinend neu verhandelt. Wohl zum Wohle der übernommenen Hotels AG.
 
Die Übernahme von Steigenberger durch Travco ist für alle Beteiligten eine gute Lösung. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit auf www.ahgzpeople.de

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