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Energie: Hotels ziehen alle Register

Umweltengagement zahlt sich aus / Freiburger Hotel Victoria eröffnet Energiedachgarten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/7 vom 13. Februar 2010
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Seit 25 Jahren führt das Ehepaar Astrid und Bertram Späth das als eines der umweltfreundlichsten Privathotels der Welt ausgezeichnete Best Western Premier Hotel Victoria in Freiburg. Durch gezielte Umrüstungen im gesamten Elektro- beziehungsweise Energiebereich des Hauses spart das Hotel jährlich bis zu 20 Prozent an Energie- und bis zu 30 Prozent an Stromkosten im Vergleich zu herkömmlich ausgestatteten Hotels seiner Größenordnung ein.

Denn das 100-Betten-Haus wird beispielsweise komplett mit Holzpellet-Heizung sowie mit thermischer Solarenergie beheizt. Das Architekturbüro Markus-Diedenhofen setzte in dem 4-Sterne-Haus das „grüne“ Konzept der Betreiberfamilie um, so entstand sowohl optisch als auch wirtschaftlich ein „Green Hotel“. „Unser erklärtes Ziel war ein stimmiges Gesamtkonzept, in dem Wirtschaftlichkeit und Kundenwünsche ebenso zum Tragen kommen wie Funktionalität, Nachhaltigkeit und zukunftsfähiges Design“, so Architektin Cornelia Markus-Diedenhofen. Rund 2,7 Mio. Euro wurden jetzt investiert, um 36 umweltfreundlich modernisierte und per aktiv geregelter Belüftung sowie per Grundwasserkühlung klimatisierte Gästezimmer zu schaffen.

Highlight der Umbaumaßnahmen ist der neue Energie-Dachgarten mit Solarkrone, vier runden Windturbinen und großer Solarkollektorfläche. Dort können Hausgäste an der sichtbaren Energieproduktion mit den Elementen Sonne und Wind teilhaben. „Unser Energie-Dachgarten produziert jedes Jahr rund 20.000 Kilowattstunden Solar- und Windstrom – dies reicht aus, um alle Zimmer mit Strom zu versorgen. Den restlichen Bedarf beziehen wir zum einen aus unserer Beteiligung an einem Windkraftwerk, zum anderen aus zugekauftem Ökostrom“, so Bertram Späth.

Zwei der drei Gebäude, in denen die neuen Zimmer entstanden, sind mit einer 24 Zentimeter dicken Wärmedämmung und dreifacher Wärmeschutzverglasung versehen. „Dadurch wird der Wärmeenergiebedarf um 66 Prozent gesenkt. Der Wärmeschutz des Gebäudes liegt somit 50 Prozent unter dem Neubauwert für energiesparendes Bauen, und das in einem Gebäude von 1980“, so der Hotelinhaber.

Auch im neuen Havenhostel Bremerhaven setzt man auf Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz: Unter anderem waren zwei Blockheizkraftwerke, Kerndämmung und ein komplett neues Dach Bestandteil der Renovierungsarbeiten bei der Umgestaltung einer ehemaligen Marine-Kaserne zu einem modernen Hotel mit mehr als 200 Betten, Tagungs- und Veranstaltungsräumen sowie einer gemütlicher Lounge mit Bar.

Unter weitgehender Berücksichtigung von Klima- und Denkmalschutz im Haus und in den Gästezimmern wurden in einem ersten Bauabschnitt rund 5 Mio. Euro investiert, davon allein rund 90.000 Euro in den Klimaschutz – ein zweiter Bauabschnitt soll noch einmal 1 Mio. Euro KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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und in Kürze folgen. „Um die denkmalgeschützte Fassade mit ihren Verzierungen erhalten zu können und gleichzeitig das Gebäude energetisch zu optimieren, wurde eine Einblasdämmung in die Luftschicht der zweischaligen Außenwände eingebracht“, erläutert Hotelbetreiber Jens Grotelüschen.

Die beiden mit öffentlichen Mitteln geförderten Blockheizkraftwerke versorgen das Hotel mit Heizenergie und Strom bei einer Amortisationszeit von etwa zehn Jahren. „Sofern sich der Betrieb der Blockheizkraftwerke wie prognostiziert entwickelt, werden wir noch bis zu zwei weitere Heizkraftwerke einrichten.“ Elke Baumstark

www.havenhostel.de

www.victoria.bestwestern.de

www.markus-diedenhofen.de

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