Investition
Erfolgreich durch Ökologie im Gastgewerbe
KÖLN. Ökologie und Nachhaltigkeit spielen im Gastgewerbe eine immer wichtigere Rolle. Das gilt fürs Tagesgeschäft ebenso, wie für die Planung und den Bau neuer Hotels und Restaurants. Gefragt sind weniger Müll, weniger Emissionen, geringerer Energieverbrauch, nicht zuletzt um KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick... zu sparen. Ein Beispiel: das Null-Energie-Haus.
Wie funktioniert ein entsprechendes Gebäude in der Hotellerie? Was gibt es zu beachten, etwa beim Standort? Diesen Fragen ging der Architekt Heinz Eck beim Kompetenzforum der Foodservice Consultants Society International (FCSI) im Maritim Köln nach. Ecks Fazit: „Ein Null-Energie-Hotel ist kein Traum für Paradiesvögel.“ Vielmehr sei es ein zukunftsträchtiges Modell, das beste Marktchancen habe.
Grün wohlfühlen
Auch Spas schwimmen auf der grünen Welle, beobachtet die Hotelberaterin Hildegard Dorn-Petersen. Das reicht von natürlichen Materialien bei der Ausstattung bis hin zu zertifizierter Naturkosmetik und entsprechend geschultem PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
weiter mit Mausklick.... „Green SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
weiter mit Mausklick...“ heißt das neue Zauberwort aus Sicht der Expertin. Passende Auszeichnungen gibt es schon: „Wir haben bereits 30 Bewerber für den Green Spa Award 2011“, so die WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick...-Expertin.
Den ersten entsprechenden PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
weiter mit Mausklick... hatte Menschels Vitalresort in Meddersheim bekommen. Und die Bemühungen um grüne Wellness gehen unvermindert weiter. Erst im Dezember 2010 hat etwa das Alpenresort Edelweiß in Wagrain im Salzburger Land den ersten passivhausgerechten Wellnessbereich Österreichs eröffnet. „Eine Investition in die Zukunft“, so Dorn-Petersen.
Nachhaltigkeitsfaktor
Kleine Dinge reichen oft schon, den Stein ins Rollen zu bringen, weiß Sylvia Lehmann, Inhaberin des Beratungsunternehmens Lehmann-Hotelkompetenz in Nürnberg. Sie beschäftigte sich beim Kompetenzforum mit HousekeepingHausdamenabteilung.
weiter mit Mausklick... unter Öko-Aspekten. „Bei mehr als 228 Mio. Übernachtungen in Deutschland fallen allein 140 Mio. Euro Kosten nur für das Waschen der Hotelwäsche an“, weiß sie. „Bei einer Reduktion von nur 10 Prozent der Schmutzwäsche könnten 14 Mio. Euro pro Jahr eingespart werden“, so die Expertin. Doch nur wenn Gäste, Hoteliers und Mitarbeiter an einem Strang zögen, stelle sich der gewünschte Effekt ein. „Mitarbeiter sind der Nachhaltigkeitsfaktor Nummer eins“, sagte Lehmann.
„Grün ist dufte“, findet Sabine Waske, Hoteldirektorin des Naturresorts Schindelbruch in Stolberg/Harz. Seit 2009 führt sie mit ihrem Mann das erste klimaneutrale Hotel Mitteldeutschlands. Sie verzichtet auf Minibars und Stand-by-Betrieb, setzt in den Sanitärbereichen auf Perlatoren, auf Mülltrennung und geschulte Mitarbeiter. „Wir sind ein Luxushotel. Der Gast kann sich entscheiden, ob er mitmacht. Er muss nicht“, so Waskes Fazit, das gleichzeitig die Grundproblematik ökologischen Handelns im Gastgewerbe charakterisiert.
ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
weiter mit Mausklick... entscheidet
Zwar wird Nachhaltigkeit zunehmend gängig, doch an der Außenwirkung muss noch gefeilt werden. „Imagebildung durch nachhaltige Gastronomie. Nutzen oder der große Bluff?“: Unter diesem Motto servierte Pierre Nierhaus, Gastronom, Consulter und Buchautor, weltweite Gastrotrends, Best-Practice-Beispiele und echte Kardinalfehler. „Alles Bio, alles top. Und davor liegt das Plastikgeschirr“, so Nierhaus, der den 140 Teilnehmern des Forums bildhaft schilderte, wie Nachhaltigkeit im Gastgewerbe garantiert nicht funktioniert.
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