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Zielgruppe Familie: Die Familotel-Häuser wollen ihre Klientel jetzt auch über Fernsehspots ansprechen Foto: Kooperation

Branche aktuell

Familienhotels auf Sendung

Die Kooperation Familotel will über Fernsehspots ihre Markenbekanntheit steigern / Mehr Entscheidungsmacht für den Aufsichtsrat

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/13 vom 31. März 2007
von  

KIRCHDORF/AMERANG. Erstmals geht Familotel ins Fernsehen. Die Kooperation will mit diesem Schritt ihre Markenbekanntheit steigern. Dies ist das Ergebnis der Frühjahrstagung der Mitgliedsbetriebe im Familotel Furtherwirt in Kirchdorf/Tirol. Die 48 anwesenden Hoteliersfamilien haben für diese und andere Marketingmaßnahmen eine Erhöhung der Ausgaben um 1 Mio. Euro beschlossen. Insgesamt beträgt das Marketingvolumen von Familotel nun mehr als 2 Mio. Euro.

Bei ihrer Fernsehpremiere wird Familotel für eine Sonderveranstaltung der ARD-Fernsehlotterie Urlaubswochen in familienfreundlichen Hotels spenden. Der Gratisurlaub soll Ende Mai 2007 verlost werden. Der Spot wird erstmals am 1. April im ARD-Programm zu sehen sein.

Darüber hinaus beschlossen die Hoteliers die Marketinginstrumente Katalog, Website, Pocketguide, Z-Card, Magazin-Beilagen und Anzeigen durch Auflagenerhöhungen wesentlich zu stärken.

Verabschieden müssen sich die Hoteliers vom veralteten Familotel-Internetauftritt. Die Bedeutung eines sowohl optisch attraktiven und informativen als auch benutzerfreundlichen und serviceorientierten Internetauftritts für Familotel ist in den vergangenen beiden Jahren stark angewachsen: 2006 informierten sich unter www.familotel.de zirka 1,6 Mio. Besucher – mit steigender Tendenz im neuen Jahr. Für 2007 werden 3 Mio. Online-Interessenten erwartet. Um den gestiegenen Bedürfnissen der Onlinebesucher zu entsprechen, wird das vier Jahre alte Layout überarbeitet. Neue Features sind angekündigt. Der Relaunch ist auf Ende Mai terminiert.

Einen großen Schritt hat die 1994 gegründete Kooperation auch im Bereich der internen Kommunikation getan. Sah sich Familotel bisher selbst als „Gruppe von Freunden“, in der Entscheidungen basisdemokratisch im großen Plenum beschlossen wurden, funktioniert diese Form bei mehr als 50 Mitgliedsbetrieben nicht mehr. Deshalb soll der Aufsichtsrat als Entscheidungsorgan deutlich mehr Gewicht bekommen. Die Neuwahl dieses Gremiums steht für September 2007 an.

Zufrieden zeigten sich die Mitglieder mit dem Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres. Insgesamt erzielten 46 Betriebe einen Umsatz von 93,8 Mio. Euro. Das sind 6,8 Prozent mehr als 2005. Wie 2005 lag die Auslastung auch im vergangenen Jahr bei 69,6 Prozent. Die Spitze erreichte ein Einzelhotel mit 91,4 Prozent. Der Nettopreis für das Zimmer lag 2006 bei 78,60 Euro. Der RevPar ist gegenüber 2005 leicht zurückgegangen und pendelte sich bei 92 Euro ein (Spitzenwert: 181,20 Euro). Für 2007 erwartet Vorstand Siegfried Prange „einen leichten Zuwachs“. Rüdiger Rüster

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Christine Ethell, Homburg
Christine Ethell, Homburg

04.04.2007 um 08:46

Betreff: Kommentar zum Artikel

Sie stellen diese Kette regelmäßig als höchst "familienfreundlich" dar. Leider trifft dies nur auf traditionelle Familien mit Mama, Papa und 1 Komma 4 Kindern zu. Den Wandel der Gesellschaft, und damit die Tatsache, dass auch Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil eine Familie darstellen, geht an vielen Familienhotels - nicht nur dieser Kette - vorbei. "Familien-Angebote" gelten in der Regel ab zwei Vollzahlern, d.h. ich müsste z.B. für meinen 6-jährigen Sohn den vollen Erwachsenenpreis bezahlen... Eine Prinzip-Frage, ob man (frau) das machen möchte

Ich war als Empfangschefin viele Jahre für eine große Reservierungs-Abteilung verantwortlich und habe ein Revenue-Department für drei Hotels hochgezogen. Aufgrund meiner Erfahrung kann ich diese kurzsichtige und familienfeindliche Preispolitik nicht verstehen.

Auf meine Beschwerden haben mir verschiedene Hotels geantwortet, ich könne ja während der "Single mit Kind-Wochen" kommen - aber leider sind Alleinerziehende das ganze Jahr über Single, auf Ferienzeiten angewiesen und können diese Termine, die immer() in die Sauren-Gurken-Zeit fallen, nicht wahrnehmen.