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Gastronomie

Fifa und die Lizenz

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/24 vom 12. Juni 2010
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STUTTGART. Gute Nachrichten für Gastronomen zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft: Für nicht gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltungen ist keine Lizenz der notwendig. Das hat der internationale Fußball-Verband jetzt auf seiner Website bekannt gegeben. Als „nicht gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltungen“ gelten Fußball-Übertragungen in Restaurants, Pubs, Clubs und Bars, die keinen Eintritt erheben und die die Fußball-Übertragung nicht für Sponsoring-Aktivitäten nutzen.

Von Gema- und GEZ-Gebühren sind die Gastronomen dadurch jedoch nicht befreit. Wer erstmalig einen Fernseher oder Großbildschirm für die Zeit der Fußball-WM 2010 aufstellt, muss dies der GEZ anzeigen und für zwei Monate die Gebühren von insgesamt 35,96 Euro zahlen. Wer noch keine Gema-Lizenz für die Fernsehwiedergabe hat und jetzt einen Fernseher oder Großbildschirm für die Zeit der Fußball-WM 2010 aufstellt, muss dies auch der Gema melden, und zwar mindestens drei Tage vorher, um die entsprechende Urheberrechtsgebühren zu zahlen. Da bei den Übertragungen der WM-Spiele auch der WM-Song, die Nationalhymnen und in den Pausen Werbung mit Musik sowie Kommentare der Reporter öffentlich wiedergegeben werden, haben auch die Verwertungsgesellschaften Gema, GVL und VG Wort urheberrechtliche Ansprüche.

Der DEHOGA Bundesverband hat mit der Gema für die Zeit der Fußball-WM jedoch einen Sondertarif ausgehandelt. So betragen die Gebühren für Gema, GVL und VG Wort für den Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli für Verbandsmitglieder für ein Fernsehgerät 20,01 Euro netto. Für einen Großbildschirm zahlen DEHOGA-Mitglieder je nach Größe der Bildschirmfläche zwischen 77,26 und 115,29 Euro netto.

Und noch eine gute Nachricht erwartet Gastronomen zur Fußball-WM: Die Bundesregierung lockert auch zu dieser WM die Lärmschutzbestimmungen bei Public-Viewing-Veranstaltungen vor Kneipen, in Biergärten und auf öffentlichen Plätzen. Die nach 22 Uhr normalerweise geltenden Lärmschutzvorschriften werden damit abgeschwächt.

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