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Frühstück und Brunch

Klasse statt Masse – das schätzt beim morgendlichen Buffet nicht nur die Lohas-Gemeinde

So sieht’s der Gast

Frühstück – leider oft kein gutes Stück

Von Bernhard Eck

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/17 vom 23. April 2011

Alle reden davon. Die Medien berichten darüber. Regionale Vielfalt, Authentizität, Nachhaltigkeit. Gerade wenn es ums Essen und Trinken geht. Und doch scheinen manche Hoteliers noch nie davon gehört zu haben. Zumindest schlägt es sich nicht an ihrem Frühstücksbuffet nieder. Da kämpft der Gast oft noch mit Bergen leerer Portionspackungen neben seiner Tasse einfachsten Beuteltees. Wurst und Schinken meint er schon mal beim Discounter kennengelernt zu haben. Dieselbe Optik, derselbe Geschmack. Soll das der letzte Eindruck vom Hotel seiner Wahl sein?
 
Dieser fade Nachgeschmack am Gaumen des Gastes ist mit Sicherheit wesentlich geschäftsschädigender als die paar Cent mehr, die der Hotelier pro Gast in ein gutes investieren müsste. Sicher: Etwas Zeit kostet es schon, mit dem örtlichen Metzger wegen der Wurst und dem Schinken ins Geschäft zu kommen. Oder bei der Slow Food MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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eine handwerkliche Käserei oder einen Konfitürehersteller aus der Region zu entdecken.
 
Dabei müssen Gastwirt oder F&B-Manager nicht unbedingt zwanzig Sorten Wurst und Schinken vorrätig halten. Es genügen auch zehn. Ein gutes Restaurant ist schließlich auch nicht am Umfang der Speisekarte zu erkennen. Im Gegenteil: Je höher das Küchenniveau, desto kleiner ist in der Regel die Auswahl an Speisen.
 
Klasse statt Masse – so denkt nicht nur die verantwortungsvoll und bewusst genießende Lohas-Gemeinde, die auch zu Hause keine Kompromisse bei der Qualität macht. Auch weniger anspruchsvolle Gäste lassen sich gern angenehm überraschen. Aber man muss es erklären, muss darauf hinweisen, dass es sich nicht um Standard, sondern um Selektion handelt. Und das zu einem fairen PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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. Das schätzt der Gast. Denn er liebt nicht nur gutes Essen, sondern auch Geschichten. Geschichten, die er weitererzählt …


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