Interview: Christine Mitzkat
Gastronomie braucht Abwechslung
Kaffee-Spezialitäten gelten seit geraumer Zeit als Zauberwort, wenn es um zusätzlichen Umsatz im Gastgewerbe geht. Wie entwickelt sich der Markt?
Mitzkat: Die Nachfrage nach italienischen Kaffee-Spezialitäten ist nach wie vor hoch. Das gilt für Latte Macchiato – etwa morgens – genauso wie für den Espresso nach dem Essen. Auch ein Hotelfrühstück ohne Cappuccino ist kaum mehr konkurrenzfähig. Da ist noch viel Potenzial im Markt.
Welchen Rat würden Sie Gastronomen und Hoteliers geben, um das Geschäft mit Kaffee weiter anzukurbeln?
Mitzkat: Wir empfehlen Gastronomen, ihre Produkte sorgfältig auszuwählen, auf hohe Qualität zu achten und Abwechslung auf die Heißgetränke-Karte zu bringen. Lavazza bietet Gastronomen beispielsweise zweimal im Jahr im Rahmen einer speziellen Promotion-Aktion saisonale Rezeptideen an. „Sogno Bianco“ – weißer Traum – heißt das aktuelle Winterrezept von Lavazza. Espresso, weiße Schokolode und Zimt verleihen diesem Getränk seine besondere Note.
Klingt lecker. Aber ein saisonales Rezept dürfte kaum genügen ...
Mitzkat: Weitere wichtige Aspekte sind natürlich eine sehr gute Lage – vor allem, wenn es sich um eine Caffè-Bar handelt – sowie ein ansprechendes und authentisches Ambiente, das zum Verweilen einlädt.
Mit „Espression by Lavazza“ haben Sie ein internationales Caffè-Bar-Konzept entwickelt. Wie unterscheiden Sie sich damit von Mitbewerbern?
Mitzkat: „Espression by Lavazza“ richtet sich an Liebhaber des italienischen Espressos und an Menschen, die Genuss lieben. Sein modernes, originelles Design und das von internationalen Starköchen inspirierte Speisen- und Getränke-Angebot machen es ganz besonders. Die Verwendung frischer und hochwertiger Zutaten ist Bestandteil des Konzepts. Die Gäste können beim Entspannen im Caffè Motive auch die berühmten Lavazza-Kalender bewundern, die stilvoll in das Interieur integriert wurden.
Welche geschäftlichen Pläne haben Sie für das Espression-Konzept?
Mitzkat: Die ersten Bars mit dem Konzept wurden im Jahr 2007 in Europa eröffnet, 2008 und 2009 folgten weitere, darunter auch in den Vereinigten Staaten.
Und in Deutschland?
Mitzkat: Hierzulande gibt es bislang drei „Espression“-Bars. Die Eröffnung der ersten Franchise-Bar in Deutschland ist für das Jahresende in der Hamburger Hafen City geplant. Mit Partnern aus aller Welt wollen wir das Konzept als attraktives Geschäftsmodell weiter vorantreiben.
Kaffee-Kapseln sind in Privathaushalten gang und gäbe. Welche Rolle spielt diese Lösung im Außer-Haus-Markt?
Mitzkat: Eine sehr wichtige! Endlich haben wir die technischen Voraussetzungen, damit alle Kunden Espresso-Spezialitäten jederzeit in höchster Qualität anbieten können. Gerade in der Hotellerie und Gastronomie kann nun auch mit wechselnder Personalbesetzung immer gleichbleibend hohes Niveau garantiert werden.
Mit dem neuen Kapselautomaten Lavazza Blue 4600 Sofia haben Sie Ihr Sortiment um eine Maschine mit zwei Siebträgern erweitert. Was zeichnet das Gerät aus?
Mitzkat: Die klassische Siebträgermaschine mit zwei Siebträgern hat den Vorteil, dass zum einen mehrere Getränke gleichzeitig zubereitet werden können und zum anderen, dass sowohl ein Tassenwärmer als natürlich auch Dampfdüsen vorhanden sind. Es gibt übrigens keinen qualitativen Unterschied zum Siebträger mit Bohne.
Welche Vorteile bietet die Kapseltechnik, die zum Einsatz kommt?
Mitzkat: Gastronomie-Betriebe, für die der Kaffeeumsatz ein Nebengeschäft darstellt, stehen oft vor dem Problem, dass Bohnen aufgrund der längeren Lagerung in der Mühle an Frische verlieren. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Geschmack des Espressos aus. Die aromaversiegelten Lavazza-Blue-Kapseln bieten den Vorteil, dass sie erst kurz vor dem Brühvorgang am Deckel durchstoßen werden und somit die Frische des darin enthaltenen Kaffees garantiert wird. Zudem lassen sich unsere Blue-Maschinen sehr leicht bedienen und sind somit auch für Personal geeignet, das keine Barista-Ausbildung hat.
