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Die prunkvolle Ausstattung und der hippe, verglaste Hotelturm ziehen eine ganz eigene Klientel an

Editorial

Gastronomie, gut durchdacht

Von Hendrik Markgraf, Chefredakteur

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/40 vom 1. Oktober 2011

Neueinsteiger in der Gastronomie balancieren auf einem dünnen Seil. Der Markt ist umkämpft und dicht besetzt oder aber er gibt nicht viel her. Der Neueinsteiger ist jedoch voller Hoffnung und auch Ideale. So etwas kann leicht scheitern – es sei denn, der Novize hat seine Hausaufgaben im Vorfeld gemacht, oder er ist vom Fach. Standortanalyse, Kalkulation, kurzum ein durchdachter, abgesicherter Businessplan (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Businessplan ")schützt vor dem Absturz, der ja so manchen Junggastronom ereilt.

Ein Beispiel für den gelungenen Einstieg ist das Mama Deli im Hamburg. Freilich konnten die beiden Geschäftsführer Kai Lüssem und Geoffrey Püch schon auf Erfahrung zurückgreifen. Sie betreiben bereits zwei Mama-Restaurants. Im Deli überzeugt das Raum-Konzept mit Hockern und der langen Tafel, ebenso die Spezialisierung auf Snacks und italienische Küche zu erschwinglichen Preisen. Das Selbstbedienungslokal ist eine gelungene Mischung aus Restaurant, Imbiss und Bäckereifachgeschäft. Belohnt wurde das Konzept mit dem Carlsberg-PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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als bester Einsteiger des Jahres (Seite 4). Mutig auch das noch junge Restaurant 5 in Stuttgart. Hier beeindruckt die Raumgestaltung: unten locker stylish mit geschwungenen Formen und zahlreichen Hockern in niedriger Sitzhöhe. Oben im Kontrast dazu ein Gourmetrestaurant der neueren Art, ungezwungen und trotzdem ambitioniert.

Dass erstklassige Gastronomie auch in der Spitzenhotellerie unerlässlich ist, zeigt das Jumeirah in Frankfurt. Dort hat man sich mit Martin Steiner einen aufstrebenden Koch ins Haus geholt und auch sonst mit erstklassigem PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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, unter anderem aus dem Barreiss, ein Zeichen gesetzt. Das Luxushotel, das in einem der dekonstruktivistischen Türme des Frankfurter Palais-Komplexes untergebracht ist, mischt gerade den Frankfurter 5-Sterne-Markt auf. Die prunkvolle Ausstattung, Swarovski-Kristalle allüberall und der hippe, verglaste Hotelturm ziehen sicherlich eine ganz eigene Kundschaft an. Das muss nicht die Klientel des benachbarten Frankfurter Hofes oder der Villa Kennedy sein. Die Preise – zurzeit kostet das Standard Doppelzimmer 330 Euro – sind für Frankfurter Verhältnisse hoch, und sollen später noch anziehen. Davon würden auch andere Luxushäuser profitieren (Seite 7).




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