Buchungsportale

Zusammenarbeit im Internet: Hoteliers vernetzen sich, um unabhängiger von großen Portalen zu sein

© Hemera/Thinkstock

Vertrieb

Hoteliers starten eigene Portale

Um hohe Provisionen zu sparen, suchen Hoteliers neue Verkaufswege. Teil 2: Eigene Portale.

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2013/7 vom 16. Februar 2013
 Raphaela Kwidzinski

STUTTGART. Als vor gut einem Jahr seine ProvisionVergütung für die erfolgreiche Vermittlung einer Reiseleistung eines Reiseveranstalters oder eines Einzelleistungsträgers durch den Reisemittler.
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auf 15 Prozent erhöht hat, wurde es zu viel. Der GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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des Hotels Grüner Baum in Würzburg gründete eine eigene Plattform: www.ohne-umweg-buchen.de , vor Kurzem umbenannt in www.mrhobs.de.

Der Name steht für „Mister Hobs“, ein „Sprungbrett zu den besten Angeboten der Hotels“, ohne dass eine Provision abkassiert wird, wie Uhlmann erläutert. Da sich das Portal aktuell in einer Testphase befindet, möchte er noch keine Zugriffs- oder Buchungszahlen nennen. Inzwischen sind rund achtzig Hotels bei Mister Hobs gelistet und stellen Informationen ein. Eine Buchungsmaske hat das Portal nicht, dafür wird der User, wenn er buchen möchte, direkt zum Hotel weitergeleitet. Das Portal soll noch mit Reiseblogs angereichert werden und Hoteliers ein Forum zum Austausch bieten.

Uhlmann ist nicht der einzige, der mit einem eigenen Portal eine Vertriebsalternative schaffen möchte. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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NWI Hessen mit der Seite www.onlineimhotel.com. Dort sind zurzeit knapp zwanzig deutsche Hotels gelistet, einige weitere sind in Planung. Das Portal bietet einen direkten Link zur hoteleigenen Homepage und deren Buchungsmaske. Je nach Leistungspaket kostet die Teilnahme unter 30 bis maximal 200 Euro im Monat.

Erste Erfolge hat bereits das Portal www.luxus-in-mv.de verzeichnet. Es listet gehobene Hotels und Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls mit Link zur eigenen Website. Das Portal wurde 2010 von der Immobilienfachwirtin Christel Fründt gegründet. Ihr Ziel: Hotels und Region bei potenziellen Touristen bekannt zu machen. Gelistet sind unter anderem das Hotel Neptun in Warnemünde oder das Hotel Meerlust auf Zingst. „Das Portal bringt viel Traffic auf unsere Website“, sagt Iwe Rudolph, Juniorchef im Hotel Meerlust. Die Teilnahmegebühr beträgt unter 1000 Euro im Jahr.

Ein deutschlandweites Hotelportal hat Wolfgang Heidel, Inhaber des Parkhotels del Mar auf Rügen, gegründet. Es heißt www.reise-10.de und ist mit einem Reiseclub verbunden. Wer dort ein Hotel buchen möchte, muss Mitglied werden, wobei bereits 500.000 Mitglieder vorhanden sind. Die Hotels gewähren dabei einen RabattEs werden vier Gruppen unterschieden: Mengenrabatte, Zeitrabatte, Treuerabatte Bonusprogramme als Mischform von Mengen- und Treuerabatt.
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von 10 Prozent. Die Mitgliedschaft für Gäste ist kostenlos, Hotels zahlen eine Jahresgebühr, die je nach Zimmerzahl zwischen 199 und 399 Euro liegt, aber keine Provision. Interessierte Hoteliers können sich direkt auf www.reise-10.de informieren und Wolfgang Heidel kontaktieren.

Über Erfahrung verfügt Heidel mit seinem Buchungsportal www.ruegen-abc.de , mit dem er seit 15 Jahren Unterkünfte auf Rügen vermittelt. 15 Mitarbeiter hat er dafür inzwischen eingestellt, die interessierte Kunden auch telefonisch beraten.

Im vergangenen Jahr sind auch zwei Projekte gestartet, die den Portalen mit einem größeren Budget Konkurrenz
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machen wollen. Das eine ist , Anfang 2012 von sechs großen Hotelgruppen in den USA gegründet. Inzwischen haben sich auch einige andere Ketten und Kooperationen angeschlossen. Über die Höhe der Provision will Roomkey gegenüber der AHGZjedoch keine Angaben machen.

Das jüngste große Projekt in Sachen Eigenvertrieb ist die HGK-Lösung . Ein Technikpaket mit Buchungsmaske für die eigene Webseite, Anbindung an die Google Travel Ads und Channel ManagerEDV-Programm, welches das gleichzeitige Aktualisieren von Preisen und Verfügbarkeitsinformationen für mehrere OnlineBuchungsplattformen ermöglicht, sodass die zeitintensive individuelle Pflege jedes einzelnen Anbieters entfällt.
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. Zudem soll das Portal hotelnex.de starten, bei dem HGK-Mitglieder pro Buchung1. Handlung, bei der eine nachgefragte Leistung vom Status einer Anfrage in den Status eines verbindlichen Kaufs übergeht.
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5 Prozent, Nicht-Mitglieder 6 Prozent Provision zahlen. Um das Portal bekannt zu machen, plant die HGK hat ein Marketingbudget im einstelligen Millionenbereich ein. Hotelnex soll in Kürze starten.

Fazit: Einige Initiativen für einen gemeinsamen VertriebBetriebswirtschaftliche Funktion im Sinne von Absatz.
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sind entstanden. Viele der Projekte sind noch ausbaufähig. Sie können aber meist nur einen Teil im Vertriebsmix ausmachen. Große Portale wie HRS, das mehrere Millionen Euro im Jahr für WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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ausgibt, wird für viele vermutlich weiter ein fester Teil im Vertriebsmix sein. Raphaela Kwidzinski

aus: AHGZ Nr. 7/2013 vom 16.02.2013 Hier geht's zum kompletten Inhalt dieser Ausgabe

Fachthema, Seiten 11, 12


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Raphaela Kwidzinski ist Redakteurin bei der AHGZ und zuständig für Online-Themen
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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

10.06.2013 um 19:38

Betreff: Direktmarketing

Der Anspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist leider oft groß.

Viele Privathotels haben kaum nutzbare Internetseiten, verfügen über ein Sammelsurium an Raten im Internet und haben immer dann den höchsten Preis, wenn der Gast im Hotel selbst anruft.
Das Internet bestimmt den Bettenmarkt und der Anteil wird wachsen. Wer sich nicht damit befasst, dem ergeht es sicher bald sehr schlecht.
Ein guter Direktvertrieb, passendes Channel Management (in Verbindung mit einem Revenue Management) wären die nächsten Schritte. Aber es sollte schnell gehen.
Und dann sollten die besten Portale genutzt werden. Leider ist die Hotellerie sich nur einig, wenn sie Preise senkt. Ein Zusammenschluss wie Roomkey wäre begrüßenswert. So bleibt die Hoffnung, dass sich die unabhängigen Portale verbinden oder einer Marktführer wird.

georg mende, frankfurt
georg mende, frankfurt

28.02.2013 um 13:16

Betreff: Hoteliers planen eigene Portale!

Das ist ein guter
Weg.
onlineimhotel.com finde ich als Angebot gut.

georg mende, frankfurt
georg mende, frankfurt

20.02.2013 um 22:11

Betreff: Hoteliers starten eigene Portale

Wenn mehr Hoteliers sich intensiv um neue Wege der Eigenvermarktung kümmern würden, würden viele viel Geld sparen.

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