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Zeit ist Geld: Wer schneller reinigt, bekommt einen Bonus (Foto: iStockfoto)

Erfolgskurs (9)

Housekeeping mit ganz neuem System

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/4 vom 23. Januar 2010

Die Budgets werden immer knapper, die Zimmerreiniger bekommen immer weniger Zeit für ihre Arbeit, und die Hausdamenassistentinnen und Checker der Dienstleister stehen ebenfalls unter Druck. Der Qualität kann dies nicht dienlich sein. Wer täglich 90 Zimmer kontrollieren oder

20 Zimmer reinigen soll – mit komplettem Wäschewechsel und sechs Kopfkissen auf den Betten – kann unmöglich dauerhaft Spitzenleistungen erbringen.

Wen wundert es da, dass sich kaum noch Mitarbeiter für die Zimmerreinigung finden lassen und die offenen Stellen bei den Hausdamenassistentinnen ziemlich schwierig zu besetzen sind.

Eine Lösung lautet: Mit den geänderten Budgets müssen sich auch die Systeme ändern. In den USA haben Hotels bereits vor geraumer Zeit das sogenannte Self-checking-System eingeführt. Das heißt, die Reiniger werden nach und nach ausgebildet, die Zimmer gründlich zu reinigen, die Technik zu checken und das Zimmer frei zu melden. Sie bekommen einen Bonus, wenn die Stichprobenkontrollen in ihren Zimmern über einer gewissen Prozentzahl liegen. Vorraussetzung hierzu ist natürlich eine angemessene Reinigungszeit.

Bei guten Reinigern machen die Assistentinnen dann nur noch Stichproben von etwa zwei Zimmern pro Tag. Auf diese sollte aber nie verzichtet werden, denn gar keine Kontrolle führt auch zu keinem guten Ergebnis. Dieses System lässt den Assistentinnen Zeit, sich auch um andere Aufgaben im zu kümmern und hin und wieder ein Gespräch mit dem Gast zu führen.

Insgesamt ist dieses System nicht unbedingt preiswerter – für die gleiche Summe erhöht sich allerdings die Servicequalität für den Gast und die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Angenehmer Nebeneffekt: Die Arbeit im Housekeeping wird wieder interessanter, der Nachwuchs sieht Perspektiven.

Die Umstellung eines 250-Zimmer-Hotels auf dieses Self-checking-

System dauert etwa zwei Monate. Manchmal lässt sich das neue System auch nur mit einem Teil der Mannschaft umsetzen. In einigen Hotelbetrieben kann durch das System aber sogar die Zahl der Hausdamenassistenten reduziert werden.

Der heutige Tipp in der Erfolgskurs stammt von Martina Klimaschefski, Geschäftsführerin Housekeeping-Office, Wiesbaden, www.housekeeping-office.de ).

Die bisherigen Folgen dieser Serie finden Sie unter www.ahgz.de/themen/serien

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