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Keine Angst vorm Internet

Hotelverband Deutschland will Hoteliers fit machen fürs Netz / Fritz G. Dreesen als Vorsitzender wiedergewählt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/25 vom 21. Juni 2008
 Hendrik Markgraf

Dresden. Vor allem mittelständische Unternehmen könnten von Internetportalen und eigenen Homepages profitieren. Dies sagte Fritz G. Dreesen, wiedergewählter Vorsitzender des Hotelverbands Deutschland (IHAAbk. für Hotelverband Deutschland.
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), beim Hotelkongress des Verbands in Dresden.

Tatsächlich ist der Gebrauch des Internets für deutsche Hoteliers noch keine Selbstverständlichkeit. Dies zeigt sich vor allem in der Aufbereitung der hoteleigenen Websites mit der Folge, dass deren Buchungsanteil bei besorgniserregenden 6 Prozent stagniert.

Aber auch der Umgang mit Bewertungsportalen ist noch von Berührungsängsten seitens der Hotellerie geprägt. Der Hotelverband Deutschland wirbt daher jetzt für den „entspannten Umgang“ mit Hotelbewertungsportalen und die Nutzung aller Möglichkeiten, die das Internet der Hotellerie bietet.

Hotelportale spielen als Marketing- und Vertriebsinstrument zunehmend eine Schlüsselrolle. Zwar liegt der Marktanteil zurzeit bei 9,9 Prozent, doch Schätzungen gehen davon aus, dass ein Drittel aller Hotelbuchungen über andere Vertriebswege mit dem Internet zusammenhängen. Sogenannte „Chanelmanager“ helfen bei der Pflege der diversen Vertriebskanäle, bei der Aktualisierung von Preisen und Verfügbarkeiten. Laut IHA werden sie von rund 10 Prozent der Hoteliers in Deutschland eingesetzt.

Hotel-Blogs (Tagebücher), Communities und hoteleigene Kommentarseiten bergen ein oft unterschätztes Geschäftspotenzial, so der Tenor des Kongresses in Dresden. Immerhin beteiligen sich geschätzte 15 Prozent der Deutschen an Internet-Foren, und 8 Prozent schreiben selber in diversen Portalen. Tendenz steigend. Blogs erscheinen zudem häufig in Suchmaschinen wie Google oder Yahoo.

Blogs haben zudem eine hohe Glaubwürdigkeit und können ein geeigentes Mittel für Hotelkampagnen sein. Auch Bewertungsportale bergen bei allen Risiken Chancen für die Hotellerie. Für sie spricht, dass 80 Prozent aller Bewertungen positiv ausfallen. Für Bewertungsportale wie HolidyCheck, Trivago und andere spricht außerdem, dass der Hotelier auf negative Kritiken reagieren kann, indem er eine Entgegnung schreibt. Oder – bei berechtigter Kritik – sein ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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verbessert: Qualitätsmanagement^ Total Quality Management.
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durch den Gast. So findet der Gast das zu ihm passende Hotel und umgekehrt.

IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe warnte vor Fälschungen, vor allem auf der eigenen Website, „ein ewiger Makel“. Auf jeden Fall, so sagten Referenten wie Karin Schmollgruber (passion PR) oder Jeff Brown (TIG Global), sollte der Hotelier auf Bewertungen reagieren, also zeigen, was er kann. Und etwas tun, damit der Gast auf die hoteleigene Website kommt und dort ein Zimmer bucht. Auch Videos sind ein geeignetes Mittel, Aufmerksamkeit zu erregen, indem der Hotelier sie beispielsweise auf Youtube veröffentlicht. Denn auch auf dieser Plattform suchen potenzielle Gäste nach Hotels. So lässt sich ReichweiteHaushalte, die während einer bestimmten Zeitperiode mit einer Werbebotschaft in Kontakt kommen.
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kostenlos steigern.

Um dem Hotelier das Handling von Bewertungsportalen zu erleichtern, haben sich bereits einige Anbieter auf dem Markt etabliert, darunter Produkte von Kango oder TIG Global. Der europäische Dachverband der Hotellerie, HOTREC, hat schon 2007 Prinzipien zum Schutz vor Manipulationen und ungerechten Bewertungen erarbeitet(nachzulesen im IHA-Report „Hotelmarkt Deutschland“). Sie umfassen unter anderem redaktionelle Kontrolle, den Ausschluss von anonymen Bewertungen und die Möglichkeit, Reaktionen zu veröffentlichen. (Seiten 6 und 8) Hendrik Markgraf


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