Branche aktuell
Kempinski sortiert Häuser aus
Einige Hotels genügen nicht mehr den Qualitätskriterien der Luxushotelgruppe
MÜNCHEN. „Wir werden unser Portfolio in den nächsten zwölf Monaten säubern.“ Dies hat Reto Wittwer, Präsident und CEO der Kempinski-Gruppe angekündigt. Namen wollte die Unternehmenspressestelle in München gegenüber der
Um die Konsolidierungspläne realisieren zu können, benötige Kempinski jedoch noch mehr Volumen, so der CEO. Reto Wittwer geht davon aus, „dass Kempinski mit allen Projekten bald auf 100 Häuser kommt“. Zurzeit zählen knapp 60 Hotels zur Luxusgruppe, die in Europa, dem Mittleren Osten, Afrika, Südamerika und Asien tätig ist. Mit Ausnahme des Hotels Vier Jahreszeiten in München (Eigentum), des Berliner „Adlon“ und des Kempinski in St. Moritz (beide in Pacht) werden alle Hotels auf der Basis von Managementverträgen geführt. Ist das Expansionsziel in zwölf Monaten erreicht, will sich die Hotelkette von zirka 10 Prozent der bisherigen Häuser trennen. Wittwer: „Diese Hotels entsprechen nicht mehr unseren Qualitätskriterien.“ Befragt nach der idealen Größe für eine Gruppe, antwortete der Präsident: „Wahrer Luxus ist überall quantitativ limitiert: Es gibt in der Hotellerie Überlegungen, die Idee der künstlichen Verknappung auch in der Luxus-Hotellerie stärker einfließen zu lassen.“

