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Überzeugungstäter: Die Robinson-Geschäftsführer Max-Peter Droll (links) und Ingo BurmesterFoto: Norbert Künnemeyer

Klares Konzept mit viel Gefühl

Robinson Clubs kombinieren Ferienhotellerie mit einem ganz eigenen Konzept. Damit sind sie seit rund 40 Jahren erfolgreich. Dafür gibt es den Special Award

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012
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So wie er da steht, erinnert Ingo Burmester wenig an einen Ge- schäftsführer. Helle Jeans, weißes T-Shirt, barfuß steht er am Strand vor dem Robinson Club Jandia Playa auf Fuerteventura. Dort stellt er Journalisten und einigen Clubgästen, die sich spontan dazugesellen, das Urlaubsprogramm für den Sommer vor.

Der lässige Auftritt passt zur Unternehmensphilosophie. Die Robinson Club GmbH ist der Pionier der deutschen Clubkultur. Aufgebaut auf Emotionen, auf der Nähe zum Gast. Hinter dem Erfolg steckt ein ganz eigenes Ferienkonzept, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch. Dafür gibt es den Special Award.

Jandia Playa heißt der erste Robinson Club auf Fuerteventura, der 1971 die ersten Gäste empfängt und dies auch heute noch tut.

Die Robinson Club GmbH ist ein Tochterunternehmen der Tui, gegründet 1970 von der Tui und der Steigenberger Hotel AG, Frankfurt am Main. Heute gehören 26 Betriebe in elf Ländern zu Robinson. Mehr Clubs, mehr Gäste – das Unternehmen setzt auf Wachstum. „Wir streben zweistellige Zuwachsraten an“, so Burmester. Allein dieses Jahr gehen zwei Häuser in Griechenland und eins in Österreich an den Start. Investition statt Rettungsschirm. So kommentiert Burmester das Engagement im krisengebeutelten Griechenland. Das Land sei eine beliebte Urlaubsdestination mit sehr guten Flugverbindungen. Neu: Mit Elounda Bay Palace auf Kreta wird erstmal ein Robinson Club Mitglied der exklusiven Hotelvereinigung Leading Hotels of the World.

„Die Vorausbuchungen sehen sehr vielversprechend aus“, freut sich Max-Peter Droll, ebenfalls Robinson-Geschäftsführer, auf die beginnende Saison. Er sagt, worauf es ankommt: Egal ob es um die Hotelleistung oder ob es um das Equipment für Wassersport geht, ums Skifahren oder Tennisspielen: „Unsere Gäste erwarten ein Premiumprodukt.“ Der Großteil der Häuser befindet sich im Eigentum von Robinson, einige werden im Management betrieben. Jeder Club ist ein sehr gutes 4-Sterne-Hotel. Das Konzept hebt sich von der üblichen Ferienhotellerie allerdings deutlich ab. Es bietet einen sportlichen, unterhaltsamen und geselligen Urlaub, mit oder ohne Kind, allein oder zu zweit. „Wir verkaufen keine Betten, wir verkaufen Emotionen und Erlebnisse – Kreation von Emotion.“ Diese Marschrichtung hat der heutige Bereichsvorstand und Hotelchef der Tui Karl Pojer vorgegeben, als er 1996 zum Geschäftsführer von Robinson bestellt wurde. Und so lautet die Devise bis heute. Die Nähe zwischen Gästen und Mitarbeitern ist etwas, das Robinson in ganz eigener Weise auszeichnet, auch wenn andere Clubs dieses Modell aufgenommen haben. Nähe entsteht nicht nur oberflächlich durch das Du, das in den Clubs unter Mitarbeitern und Gästen üblich ist. Nähe entsteht durch die Aktionen, die täglich aufs Neue überraschen und Erlebnisse schaffen wollen. Slogan: „Zeit für Gefühle.“

Das Besondere dabei: Serviceleute, Küchenchefs oder Empfangsmitarbeiter studieren Abendshows ein. Urlauber, die die Servicekraft Anna morgens noch bei der Arbeit gesehen haben, erleben, wie sie abends als Gesangstalent die Showbühne erobert. Mitarbeiter und Gäste erproben sich und entdecken Talente. Robinson verfolgt in vielen Anlagen ein Urlaubskonzept, das die Erwartungen und Bedürfnisse von Groß und Klein unter einen Hut bringt. Die Mitarbeiter „sind die Seele des Clubs“, so Droll. Ein eigenes Personalentwicklungs- und Management-Trainee-Programm garantiert Professionalität. Beim Cluburlaub gilt Robinson als Marktführer im Premiumsegment. Mehr als 70 Prozent der Gäste sind „Wiederholungstäter“.

Innovation wird großgeschrieben. Und erneut ist Fuerteventura ein Ort für Neuerungen. So steigt jetzt der Club Esquinzo Playa in die professionelle Betreuung von Kindern unter zwei Jahren ein.

Konzept und Qualität machen Robinson wirtschaftlich erfolgreich. Das Well-Food-Konzept hat Robinson in Zusammenarbeit mit einer Ernährungswissenschaftlerin kreiert, bereits 1996 ist die Zusammenarbeit mit dem Sternekoch Otto Koch als Gourmetberater gestartet.

Ein Großteil der Leistungen, die Robinson ausmachen, lässt sich allerdings nicht in Sternen messen. Was vor 40 Jahren auf Fuerteventura begann, steht für unverwechselbaren Cluburlaub und „Zeit für Gefühle“. Heike Kinkopf




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