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Kürzere Sperrzeiten im Ländle

Baden-Württemberg will Sperrzeiten auf Niveau anderer Bundesländer reduzieren / Oettinger erntet Lob für das Vorhaben

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/2 vom 13. Januar 2007

STUTTGART. Baden-Württemberg will seine Sonderrolle bei den gastgewerblichen Sperrzeiten aufgeben. Ministerpräsident Günther Oettinger kündigte jetzt einen Gesetzentwurf an, demzufolge die Sperrzeiten verkürzt werden sollen, damit die Gastronomen ihre Gäste länger bewirten können. Oettingers Vorstoß stößt auf große Zustimmung. „Diese Liberalisierung ist überaus sinnvoll, weil sie zahlreiche Ausnahmegenehmigungen überflüssig macht und den Wirten im Land lästige Bürokratie und Kosten erspart“, so DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Baden-Württemberg, Jürgen Kirchherr.

Bisher gilt in dem Ländle als einzigem Bundesland in der Woche eine vierstündige Sperrzeit ab 2 Uhr. Am Freitag und Sonnabend beginnt sie um 3 Uhr und endet um 6 Uhr. Wer länger öffnen will, muss Sperrzeitverkürzungen beantragen. Dies zieht nicht nur Verwaltungsaufwand nach sich, sondern verursacht auch Kosten. So müssen Unternehmen in Reutlingen im Fall von Sperrzeitverkürzungen 500 Euro pro Quartal bezahlen.

Der von Oettinger angekündigte Gesetzentwurf sieht nun vor, die Sperrzeit werktags um eine Stunde zu verkürzen, sodass Gaststätten statt um 2 Uhr erst um 3 Uhr schließen müssen. An Wochenende sollen sie ihre Türen nur noch von 5 bis 6 Uhr dicht halten. Eine solche Regelung besteht bereits in fast allen Bundesländern auf Länderebene. Einzige Ausnahme: In Niedersachsen obliegt es den Kommunen, die Zeiten festzulegen. Das Nachziehen Oettingers beruht auf einem positiv verlaufenen Pilotprojekt, in dessen Rahmen die Sperrzeiten während der Fußballweltmeisterschaft ausgesetzt worden waren. Bis die neuen kommen, könne es Sommer werden, schätzt Uwe Köhn, stellvertretender Sprecher der Landesregierung.

Sven Genthner beispielsweise, Betriebsleiter der Discothek Perkins Park in Stuttgart, sieht dem Gesetz mit Freude entgegen. Es gebe schließlich auch Schichtarbeiter und andere Leute, die nachts noch ausgehen wollten. Im Übrigen öffneten ohnehin nur diejenigen Betriebe lange, die meinten, auch spät noch Gäste zu haben.

Wolfgang Baumgärtner

Cornelia Küsel

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Leser-Kommentare zum Artikel (4)

stachel konstanz
stachel konstanz

02.09.2008 um 22:29

Betreff: sperrzeit

schlimm am bodensee in konstanz sperrzeit um 1 uhr am samstag um 3 uhr warum duerfen wir nicht wie alle anderen auf lassen wir sind auf jedem fall benachteiligt

Eduard Shala
Eduard Shala

07.08.2008 um 16:03

Betreff: Kommentar zum Artikel

Ich bin auch der Meinung, dass die Sperrzeiten auf jeden Fall gelockert oder am besten ganz fallen gelassen werden müssen. Wo bleibt die Planungsicherheit, wenn man jeden Monat aufs Amt rennen muß, um eine verkürzung zu beantragen??

Elisabeth Thunig
Elisabeth Thunig

25.01.2007 um 14:49

Betreff: Kommentar zum Artikel

Hallo.
Unser Staat kann die Steuern erhöhen,wie sollen aber die Gastwirte es wieder reinbekommen.
Sollen Sie auch die Preise erhöhen,is doch jetzt schon teuer genug.Da würde man seine Gäste verlieren.
Deshalb verstehe Ich nicht ,warum es noch Sperrzeiten gibt.
Die Euros müssen auch irgendwie verdient werden.
Das ärgerliche,bei Uns(Baden W.) gibts noch Sperrzeiten,5km weiter (Pfalz) gibts keine mer..
Noch schlimmer ist,dass wir mit unserem Lockal davon betroffen sind.
Wir müssen unseren Gästen leider ein Taxi
rufen,da Sie noch nicht Heim wollen..
Wollte gern wissen,wo da eine Logik ist.
Sind die da OBEN alle von der Sonderschule.
Wir bekommen die Steuern erhöht,die oben die Diäten. Na Tolllllll.

Elisabeth Thunig
Elisabeth Thunig

25.01.2007 um 14:21

Betreff: Kommentar zum Artikel

Hallo.
Sperrzeiten gehören eifach überall gekürzt,oder ganz gestrichen.