Branche aktuell
Kürzere Sperrzeiten im Ländle
Baden-Württemberg will Sperrzeiten auf Niveau anderer Bundesländer reduzieren / Oettinger erntet Lob für das Vorhaben
STUTTGART. Baden-Württemberg will seine Sonderrolle bei den gastgewerblichen Sperrzeiten aufgeben. Ministerpräsident Günther Oettinger kündigte jetzt einen Gesetzentwurf an, demzufolge die Sperrzeiten verkürzt werden sollen, damit die Gastronomen ihre Gäste länger bewirten können. Oettingers Vorstoß stößt auf große Zustimmung. „Diese Liberalisierung ist überaus sinnvoll, weil sie zahlreiche Ausnahmegenehmigungen überflüssig macht und den Wirten im Land lästige Bürokratie und Kosten erspart“, so DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Baden-Württemberg, Jürgen Kirchherr.
Bisher gilt in dem Ländle als einzigem Bundesland in der Woche eine vierstündige Sperrzeit ab 2 Uhr. Am Freitag und Sonnabend beginnt sie um 3 Uhr und endet um 6 Uhr. Wer länger öffnen will, muss Sperrzeitverkürzungen beantragen. Dies zieht nicht nur Verwaltungsaufwand nach sich, sondern verursacht auch Kosten. So müssen Unternehmen in Reutlingen im Fall von Sperrzeitverkürzungen 500 Euro pro Quartal bezahlen.
Der von Oettinger angekündigte Gesetzentwurf sieht nun vor, die Sperrzeit werktags um eine Stunde zu verkürzen, sodass Gaststätten statt um 2 Uhr erst um 3 Uhr schließen müssen. An Wochenende sollen sie ihre Türen nur noch von 5 bis 6 Uhr dicht halten. Eine solche Regelung besteht bereits in fast allen Bundesländern auf Länderebene. Einzige Ausnahme: In Niedersachsen obliegt es den Kommunen, die Zeiten festzulegen. Das Nachziehen Oettingers beruht auf einem positiv verlaufenen Pilotprojekt, in dessen Rahmen die Sperrzeiten während der Fußballweltmeisterschaft ausgesetzt worden waren. Bis die neuen kommen, könne es Sommer werden, schätzt Uwe Köhn, stellvertretender Sprecher der Landesregierung.
Sven Genthner beispielsweise, Betriebsleiter der Discothek Perkins Park in Stuttgart, sieht dem Gesetz mit Freude entgegen. Es gebe schließlich auch Schichtarbeiter und andere Leute, die nachts noch ausgehen wollten. Im Übrigen öffneten ohnehin nur diejenigen Betriebe lange, die meinten, auch spät noch Gäste zu haben.
Wolfgang Baumgärtner
Cornelia Küsel


stachel konstanz
02.09.2008 um 22:29
Betreff: sperrzeit
schlimm am bodensee in konstanz sperrzeit um 1 uhr am samstag um 3 uhr warum duerfen wir nicht wie alle anderen auf lassen wir sind auf jedem fall benachteiligt