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Leicht wie eine Frühlingsbrise
Trendiges zum Sitzen und Tafeln: Outdoor-Möbel haben sich elegant verschlankt und tragen gerne wieder Farbe
Die neueste Generation der Outdoor-Möbel lockt mit pflegeleichten und robusten neuen Hightech-Materialien und einem unerschöpflichen Reichtum an Stilformen. Vieles wirkt leicht und filigran. Die Möbel fügen sich in fast jedes Ambiente. Selbst die gemütliche Lounge-Möbelfraktion wirkt schlanker und kompakter.
Es gibt neue Flechtmuster, die grobmaschiger sind und dadurch weniger monolithisch wirken. Alles wird sehr symmetrisch und geradlinig arrangiert und inszeniert, so dass man meinen könnte, hier habe jemand Outdoor-Feng-Shui praktiziert. Sieht sehr aufgeräumt aus und schafft dadurch im eigenen Kopf Klarheit.
Wie im Innenbereich setzt sich auch draußen Sitzkomfort auf verschiedenen Höhenlevels durch: Der Mix aus Mini-, Midi- und Maxi-Höhe des Mobiliars lässt Platzsuche nach Lust und Laune zu. Aber auch die inneren Werte, der Möbel können sich sehen lassen.
„Highlights in dieser Saison sind Lounge- und Sofasysteme. Hier sehen wir noch weiteres Potenzial. Grundsätzlich muss das Mobiliar im professionellen Einsatz pflegeleicht sein“, sagt Jens Müller von Go In (siehe Interview auf dieser Seite). Das Unternehmen aus Landsberg am Lech hat ein sehr vielseitiges Sortiment und verfolgt gleichzeitig die klare Linie. Zum Beispiel mit einer der Neuheiten, einem stapelbaren Holzstuhl aus vorbehandeltem FSC-zertifiziertem Eukalyptusholz mit Armlehen. Das hat etwas von minimalistischem Kolonialstil. Dazu gibt es Sitzkissen wahlweise in weiß, schwarz oder orange. Sieht sehr edel aus. Wer den Holz-Look mag, aber die Pflege scheut, der mag sich vielleicht eher für ein Modell aus Edelstahl mit Sitz- und Lehnenlatten aus dem neuen Hybridmaterial Resysta entscheiden. Es soll wetter- und wasserfest sein, nicht splittern oder reißen.
Ein äußerst kompaktes und flexibel einsetzbares Lounge-Sitzelement stellt die May KG in dieser Saison vor. Zu „Malibu“ aus dunkelbraunem Geflecht mit Aluminiumgestell werden dicke wettertaugliche Sitzkissen angeboten, die schön maritim wirken.
In Grau oder Cassis
Cane-line ist auf Flechtmöbel spezialisiert, hauptsächlich in Schwarz und Weiß. Zur Internationalen Möbel Messe in Köln präsentierten die Dänen neue Daybeds und eine großmaschig geflochtene „Chaiselounge“, in der es sich fein im Sommerwind herumlümmeln lassen dürfte. Die schlanken, eckigen Sessel „Breeze Highback“ tragen die sechziger Jahre im Herzen.
Schwarz, Weiß, Kaffee und Anthrazit waren in den vergangenen Jahren für Außengastro-Möbel besonders beliebt. Aber jetzt gibt es gezielte Farbtupfer. Roland Vlaemynck setzt auf Anisgrün, Cassis und elegantes Grau. Besonders die neue stapelbare Aluminiumliege Neptune kann sich in Grau oder Cassis wirklich sehen lassen. Insgesamt wirken alle Kollektionen angenehm luftig in schönen Materialien: Geflecht, Edelstahl, Aluminium, galvanisiertes Metall und Teak mit dem Gütesiegel TFT, das die Rückverfolgbarkeit von der Ursprungsregion des gefällten Baumes bis hin zum fertigen Möbelstück garantiert. Das Holz stammt ausschließlich aus nachhaltig kultivierten Wäldern. Für die Tische hat Vlaemynck besonders variable Lösungen im Sortiment. Alle Modelle sind leicht zu transportieren, aufzustellen, auszieh- und erweiterbar. „Quadratische Tische fördern die Geselligkeit“, heißt es bei Vlaemynck. Tatsächlich finden problemlos acht Gäste an einem quadratischen Tisch Platz, je zwei an einer Seite.
Filigran und robust
Noch so ein Fan filigraner, gleichwohl robuster Outdoor-Möbel: Fermob. Der Metallmöbelhersteller aus Frankreich eröffnete gerade einen Flagship-Store in München. Fermob ist bekannt für seine bunten Möbelchen. In diesem Jahr schicken die Franzosen einen hohen Tisch mit passenden Barhockern nach draußen, aber auch einen tiefen Loungesessel mit passendem Tisch sowie einen weiteren mit passender Fußablage, die sich unter dem Sessel verbergen lässt. Außerdem nimmt sich die Firma der aktuellen großmaschigen Flechtmode an, mit einem schalenartigen Sesselchen im Sixties-Look. Neue Trendfarben hier: Fjordblau, Paprikaorange und ein puderiges Weiß.
Dagegen setzt Karasek bei den Gestellen seiner Outdoor-Möbel auf die neue Farbe Champagner. Die Kombination mit taupefarbenen Karatex-Textilbespannungen ergibt ein elegantes und harmonisches Gesamtbild. Eine neue Bistro- und Restauranttischserie lässt sich dank Einhand-Kippmechanik leicht zusammenlegen und mit Hilfe von Verstellgleitern auch auf unebenen Terrassen standfest positionieren. Das stimmt Gastgeber und Gäste selbst an trüben Tagen heiter.


