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Sympathische Gastgeber: Die Brüder Sergio (links) und Andreas Ferrante in der Casa Columbiana

© Silke Liebig-Braunholz

Erfolgreiche Gastronomie: Die Kleineren (57)

Lockeres Lebensgefühl in Kassel

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
 Silke Liebig-Braunholz

KASSEL. Ihre Tostadas, Burritos und Enchiladas sind einmalig in der Stadt. Außer südamerikanischen Spezialitäten bieten Andreas und Sergio Ferrante im Casa Colombiana aber auch europäische Speisen an. Als das Bar-Restaurant Casa Columbiana 2000 in Kassels Hölkeschem Haus eröffnete, waren die beiden Brüder erst einmal begeisterte Stammgäste. Im Oktober 2005 dann übernahmen Andreas und Sergio Ferrante mit einer weiteren Partnerin das Haus mit den 100 Sitzplätzen im Restaurant, dem angegliederten Wintergarten und Nebenraum. Eine Herausforderung: Denn die Bar „lief nicht mehr gut“.

Doch die neuen Gastgeber haben sich mit den Fehlern der Vorgänger auseinandergesetzt: „Wir haben sofort in den Service investiert und das Speisenangebot gepusht. Heute brummt das Geschäft wieder“, freuen sich die Brüder. Selbst die Eröffnung der Trend-Gastronomie Bolero genau gegenüber tat dem Erfolg keinen Abbruch. Die Casa Colombiana sei von

17 Uhr an gut gefüllt, am Wochenende sogar zeitweise überfüllt.

Stammgäste schätzen die lockere, angenehme Atmosphäre und die kreative Küche. Die Einrichtung ist schlicht gehalten und wirkt durch ihre harmonischen Farben. Es gibt keine Tischdecken, sodass die Maserungen der Holztische richtig zur Geltung kommen können. Zu den Gedecken gehören außer Besteck die bedruckten Servietten mit dem Motto des Casa Colombiana aufgedruckt: „The latin way of life“.

Das Team um die Brüder Ferrante stellt sich diesem Motto. Andreas und Sergio wollen Vorbild sein. Bevor die bis zu 15 Aushilfen ihren Dienst antreten, hat Sergio alle Vorbereitungen im Barbereich getroffen und Andreas den Raum hergerichtet.

Der Vater mischt die Saucen

Unterstützt werden die beiden von ihren Eltern, die in den 70er Jahren aus Sizilien nach Deutschland kamen und selbst lange Jahre ein Lebensmittelgeschäft und eine Pizzeria betrieben. Der Vater Francesco ist deshalb auch bei seinen Söhnen für die Zubereitung der Saucen zuständig und täglich in der Küche im Einsatz. „Wir sind ein großes Team und rund um die Uhr für das Geschäft da“, sagt Andreas Ferrante.

Mit südamerikanischer Musik und Jazz-Rhythmen treffen die Brüder den Geschmack der Gäste. Ebenso mit ihrer Flexibilität: Trotz der breiten Auswahl an Speisen gehen sie auf jeden Gästewunsch ein. Hinzu kommt die Weinberatung: „Wir bieten italienische, spanische, chilenische und marokkanische Weine sowie deutsche Rieslinge an“, so Andreas Ferrante. Die große Cocktailkarte hat Sergio Ferrante zusammengestellt. Ihre Gäste binden die Brüder zudem über die tägliche Happy Hour. Jeder Cocktail kostet dann nur 4 Euro. Umsatzbringer seien zudem die vielfältigen Fleischgerichte, beispielsweise die saftigen Rinderfilets, zu denen Salate oder das hausgemachte Brot – das Pan Casa especial – passen. Damit punktet das Casa Colombiana auch bei Familienfeiern, Firmenevents und Hochzeiten.

Silke Liebig-Braunholz

Die bisherigen Folgen dieser Serie finden Sie unter www.ahgz. de


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