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Stefan Simkovics.

Four Seasons Berlin ist in die Schlagzeilen geraten

Luxushotel zahlt seine Miete nur schleppend

Immobilienfondsgesellschaft HGA Capital beziffert die Schulden auf zwischenzeitlich rund 10 Mio. Euro

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/24 vom 12. Juni 2004

Deren Pressesprecherin Claudia Kruse-Madsen bestätigte, dass das Hotel bereits seit August vergangenen Jahres die Miete nicht mehr bezahlt habe. Eine vertraglich vereinbarte Mietstundung zwischen HGA Capital und dem 5-Sterne-Plus-Hotel sei verstrichen, ohne Reaktion seitens des Hotels.

So sind mittlerweile Mietschulden in Höhe von 4 Mio. Euro aufgelaufen. Und da auch Mietgarantien in Millionenhöhe Ende Juli vergangenen Jahrs aufgebraucht waren, müsse die Four Seasons Hotels Ltd. in Toronto mittlerweile rund 10 Mio. Euro aufbringen. HGA-Sprecherin Kruse-Madsen bestätigte diese Angaben gegenüber der AHGZ. Auch die Tatsache, dass man sowohl mit Four Seasons als auch mit einem anderen Betreiber von Luxushotels verhandle und nach Lösungen suche – vor allem auch deshalb, um ein neues Konzept für das Haus am Gendarmenmarkt zu finden.

Stefan Simkovics (Bild), General ManagerMitarbeiter der Hotelleitung mit der Aufgabe, die Interessen des Hotelunternehmers wahrzunehmen.
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des Four Seasons, zog sich auf die Position zurück, dass dies Aussagen des Eigentümers seien. Die FinanzierungBeschaffung von monetären Mitteln für unternehmerische Aktivitäten.
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des Hotels selbst läuft über einen geschlossenen Immobilienfonds, der für rund 100 Mio. Euro vermarktet wurde. Die Anleger brachten rund 60 Mio. Euro EigenkapitalDas von den Eigentümern eines Unternehmens zur Verfügung gestellte Kapital.
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auf – mit allen damals gültigen Vorzügen — 90 Prozent konnten als Verlustzuweisung steuerlich geltend gemacht werden. Fondsrendite-Zusage: 7 Prozent pro Jahr nach SteuerFinanzielle Einnahmequelle des Staats und zugleich wichtigstes Instrument zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben.
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. Diese Aussagen wolle er nicht kommentieren; das könne nur die HGA selbst, sagt Simkovics. „Tatsache ist“, so der Hotelier gegenüber der AHGZ, „dass dieses Haus zwar profitabel arbeitet, allerdings reicht das Betriebsergebnis nicht aus, allen Anforderungen des Betreibervertrags zu entsprechen.“ Simkovics hebt hervor, dass sein Team seit Jahren einen bestmöglichsten Job mache, um auf dem schwierigen Berliner Markt bestehen zu können. Seit längerem sei man mit der HGA im Gespräch, um Lösungen zu finden. Auch sei man an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Gesellschaft interessiert. Simkovics meint, dass es für den bevorzugten Standort keinen besseren Hotelbetreiber als den jetzigen gebe. So bald als möglich, spätestens bis Ende des Jahres, sollen den 1300 Anlegern des HGA-Immobilienfonds „Berlin-Mitte III“ akzeptable und konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet werden.

Man darf auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.


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