Marché geht in die Citys
Systemer strickt neues Konzept für Innenstadt-Restaurants
ZÜRICH. Nach dem Rückzug folgt die Rückkehr: Der Schweizer Restaurant-Betreiber Marché plant ein neues Konzept für deutsche Innenstädte. „Wir setzen auf hochfrequentierte Standorte, dafür sind Bahnhöfe und Einkaufszentren ideal“, sagte Oliver Altherr, Vorstandschef von Marché International, der AHGZ.
Wo es in Deutschland im nächsten Jahr mit dem neuen Konzept losgeht, steht noch nicht fest: „Wir stecken mitten in der Entwicklung und können noch nicht ins Detail gehen“, erläutert Altherr. „In Planung ist ein Semi-Self-Service mit einer Smartcard. Mit dieser konnten wir in unseren Standorten in Singapur und Toronto gute Erfahrungen sammeln. Auch ein umfassendes Take-away-Angebot ist ein Baustein unserer Überlegungen.“
Im Wettbewerb mit anderen Systemern baut Altherr auf die „radikale Frische“ des Marché-Sortiments: „Unser Marché-Frische-Konzept basiert auf frischen, direkt vor den Augen des Gastes zubereiteten Produkten, die hauptsächlich von regionalen Lieferanten stammen. Dabei sind wir nicht teuer, wenn auch nicht die günstigsten Anbieter am Markt.“
Wir erinnern uns: Bei Marché gibt es Speisen an Marktständen. Der Gast kann die Tellergröße und die Menge auswählen. Er bezahlt nur, was er isst. „Man muss sich bei uns nicht an einer allgemeingültigen Portion oder vorgefertigten Paketen orientieren“, unterstreicht Altherr.
Derzeit gibt es 28 Marché-Restaurants in Deutschland, hauptsächlich an Autobahnen und Flughäfen. Die neuen Betriebe sollen bis zu 400Quadratmeter groß sein. Am Hauptbahnhof Dresden betreibt der Schweizer Systemer seit 2006 ein Restaurant, das Vorbildcharakter hat und beweist: Das Sortiment und auch die Preise werden akzeptiert. Weiterhin werde Marché auf Convenience-Produkte verzichten und Speisen vor Ort zubereiten. lef



