Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer: Keine Entwarnung
STUTTGART. Das Sparpaket der Bundesregierung vom vergangenen Wochenende wird derzeit von allen Seiten heftig kritisiert. Besonders hart gehen viele Oppositionspolitiker und vor allem einige Medien mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hoteliers ins Gericht. Für sie ist klar: „Das unsinnige Steuergeschenk“ (Stuttgarter Zeitung) hätte im Rahmen der Sparmaßnahmen zurückgenommen werden müssen. Gegen solche und noch schärfer vorgetragenen Angriffe setzen sich Deutschlands Hoteliers jetzt in einer Umfrage der AHGZ zur Wehr.
Martin Pätow vom Entrée Hotel Hamburg stellt fest: „Natürlich verstehe ich die Kritik derjenigen, die vom Schuldenabbau der Bundesregierung betroffen sind und bluten müssen. Ich finde es auch nicht richtig, dass es vor allem Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger trifft und Banken zum Beispiel weitgehend verschont werden. Trotzdem wäre die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für Hotels eine Katastrophe, weil die Branche sehr stark vom Mittelstand geprägt wird und sehr viele Arbeitsplätze in Gefahr wären.“ Er selbst habe wegen der Steuersenkung einen neuen Mitarbeiter einstellen können. Der Hotelier ist davon überzeugt: „Eine Steuererhöhung hätte nicht nur zahlreiche Entlassungen, sondern auch die Gefährdung von Existenzen zur Folge.
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Rolf Haug, Direktor im Steigenberger Hotel Treudelberg in Hamburg, stimmt seinem Kollegen zu: „Es ist schwierig zu sagen, ob es bei den Einsparungen immer gerecht zugeht. Ich kann nur sagen, dass wir aufgrund des reduzierten Mehrwertsteuersatzes seit Beginn des Jahres rund 70.000 Euro investiert haben. Wir brauchen Kontinuität, um weiter investieren und planen zu können.“ Deshalb sei es für sein Haus und die ganze Branche von zentraler Bedeutung, dass es beim ermäßigten Mehrwertsteuersatz geblieben ist. Mehr Einmischung der Branche in die Diskussion wünscht sich Otto Lindner, der Vorstandsvorsitzende der Lindner Hotel AG.






