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Konzepte

Besonders: Außen mutet das Gat Point Charlie sehr futuristisch an. Und beim Betreten der Lobby tauchen die Besucher in eine andere Welt ein

Carla Marconi

Konzepte: Gat-Hotel in Berlin

Mit den Augen einer Katze

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/28 vom 9. Juli 2011
von  

. „Weckt die Katze in dir“: So könnte man die Philosophie der Gat-Hotels auf einen Nenner bringen. Denn die fünf Häuser der kleinen spanischen Gruppe Gat Rooms (Gat ist katalanisch für Katze) tragen nicht nur den Namen der Stubentiger in ihrer Bezeichnung, sondern wollen sowohl sich als auch ihre Gäste mit den Charaktereigenschaften der Tiere schmücken. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe das Gat Point Charlie in Berlin eröffnet – das erste Haus der Katalanen in Deutschland.

„Katzen sind unabhängige Tiere, die genau wissen, was sie wollen und wo es langgeht. So wie unsere Gäste“, erläutert Hoteldirektor Iñaki Atxurra. Sie wollten die Stadt erkunden, mittendrin sein, stilvoll, aber auch preisgünstig wohnen und ihre Freiräume genießen. Dafür seien sie auf der Suche nach einem Hotel, das modern, sauber und komfortabel ist, städtisch, verwegen, interessant, schlau und auch ein bisschen frech. „Eben wie die katzenähnliche Natur, die uns allen innewohnt“, so der Hotelchef.

Knalliges Grün

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Auf diese Kunden sei das Konzept des familiengeführten Unternehmens ausgelegt. Die beiden Geschäftsführer und Geschwister Alex und Bibiana Serra stammen aus einer spanischen Hotelier-Familie. Ursprünglich wollten sie eine Kette von Luxus-Hostels aufbauen. Nach der Eröffnung von zwei Budget-Häusern in Barcelona (2003 und 2004) jedoch entdeckten sie – wie sie behaupten – die Marktlücke von guten, zentral gelegenen Hotels zu günstigen Preisen. Es folgten Hotels in Lissabon und Paris und zuletzt 2010 in Berlin.

 
Iñaki Atxurra
Alle Gat-Häuser haben eines gemeinsam: Sie bieten hochwertige Betten, Komfort und Design zu einem günstigen PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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und sind immer zentral gelegen. In Berlin befindet sich das Gat Point Charlie in unmittelbarer Nähe zur Friedrichstraße und dem berühmten Checkpoint Charlie. Gleich am Eingang des historischen Gebäudes, das von der Gruppe für rund 15Mio. Euro gekauft und umgebaut wurde, begrüßt ein Katzenauge die Gäste. Tritt man ein, ist es so, als würde man in eine andere Welt eintauchen. Futuristisch anmutendes Design, aus dunklen Tönen, die von einem knalligen Limetten-Grün in diversen Nuancen dominiert werden, erinnern auch hier wieder an die grünen Augen von Katzen und sind im gesamten Gebäude zu finden. Eine Bar, die in den Farben Schwarz, Rot und Weiß gehalten ist, lädt zum trendigen Drink ein.

Die 140 Zimmer sind funktional und minimalistisch eingerichtet, auch hier im Corporate-Design. Einen Schrank gibt es nicht, sondern lediglich eine Schreibtisch-Garderoben-Kombination, die als Kleideraufbewahrung und Büro gleichzeitig fungiert. Die Betten sind luxuriös, schließlich gilt es ja dem Motto der Gruppe „sleep smart“ gerecht zu werden. Ab 70 Euro kostet ein Einzelzimmer, ein Doppelzimmer ist ab 75 Euro erhältlich. Frühstück kann für 15 Euro dazugebucht werden.

 
Und eine weitere Komponente gehört zum Konzept: Das zur Straße hin gelegene Restaurant Gat Kitchen, das nicht nur Hotelgästen sondern auch Berlinern hochwertige spanische Tapas bieten soll. Die Sterneköche Paula Casanovas und Flip Planas haben ein Speisenangebot entwickelt, das Frische, Kühnheit und einen erschwinglichen Preis miteinander verbindet und vom Mittelmeergeschmack geprägt ist. „Wir möchten den Aufenthalt jedes Reisenden zu einem unvergesslichen Erlebnis machen“, betont Iñaki Atxurra. So würde man bei bestimmten Events – beispielsweise bei Konzerten oder Ausstellungen – Partnerschaften mit den Veranstaltern eingehen, um den Hotelgästen besondere Arrangements bieten zu können. Zudem haben die Mitarbeiter die Übersicht über alle wichtigen Ereignisse und lassen die Besucher am regen Stadtleben teilhaben. Entsprechend unterschiedlich zusammengesetzt ist die Klientel: „Sowohl Touristen als auch Geschäftsreisende gehören zu unseren Kunden, wobei alle Altersstufen vertreten sind“, weiß der Direktor.

Expansion geplant

Nach dem erfolgreichen Geschäftsverlauf in Berlin, schaut sich die Kette nach weiteren Objekten um. „In Deutschland suchen wir nach geeigneten Standorten in München oder Hamburg“, sagt Atxurra. Weiterhin verfolgt die Gruppe das Ziel, in den wichtigsten europäischen Städten präsent zu sein.

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